Von Nachtigall und Hirten

Er hatte ein Heimspiel: Solist Stephan Schlögl, der ehemalige Regensburger Domspatz, Sänger beim Kirchenchor Sankt Wenzeslaus und Mitglied des Renner-Ensembles unter Hans Pritschet (rechts). Bilder: gl (2)
Lokales
Schönsee
03.01.2015
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Nicht wenige Mitglieder des Renner-Ensembles haben eine Karriere als Domspatzen hinter sich. Was das bedeutet, erfuhren die Zuhörer beim Chor- und Orgelkonzert, wo sich die Blicke vor allem auf einen ganz bestimmten Sänger richteten.

Das 22. Chor- und Orgelkonzert vom "Förderverein für Kirchenmusik" in der Pfarrkirche Sankt Wenzeslaus erfüllte in Sachen Qualität und Besucherzahlen alle Erwartungen. Vor den mit Klöppelspitze geschmückten Weihnachtsbäumen und unter einem mächtigen geschmückten geklöppelten Stern brachte das Renner-Ensemble Regensburg als Männerchor ein anspruchsvolles Weihnachtskonzert mit Orgelbegleitung zu Gehör.

Ein Heimspiel

Fördervereinsvorsitzender und Kirchenmusiker Hubert Reimer stellte die Musiker vor: Das Ensemble besteht weitgehend aus ehemaligen Regensburger Domspatzen. Besonders stolz war der Chorleiter darauf, dass sich mit Stephan Schlögl aus Stadlern auch ein Mitglied des Kirchenchors Sankt Wenzeslaus in den Reihen der Musiker befindet. Er hatte hier somit ein Heimspiel.

Beim Renner-Ensemble, so Hubert Reimer, handelt es sich um den 1987 von Bernd Englbrecht gegründeten Klangkörper, der nach dem früheren Domorganisten Josef Renner (1868 bis 1934) benannt wurde und internationale Erfolge verbucht. Seit 2011 leitet der renommierte Musiker Hans Pritschet die Gruppe. Mit dem einheimischen Diplommusiker Martin Ebenhöch an der Orgel wirke ein weiterer Könner mit, so Reimer.

Die Darbietungen begannen mit dem "Ave Maria" (Angelus Domini) von Franz Biebl (1906 bis 2001), gefolgt von "Alma Redemptoris mater" von Tomas Luis de Viktoria (1548 bis 1611). Das Weihnachtsgeschehen wurde danach mit "O Magnum mysterium" von Jacob Handl (1550 bis 1591), "Gloria" von Ko Matsushita (2000),"Friedenslied" von Johann Michael Haydn (1737 bis 1806), "Pax vobiscum" von Franz Liszt (1811 bis 1886) und "Supplication for Peace" von Ivan Moody (1964) besungen. Nach dem "Andante Pastorale (opus 98,2)" von Josef Gabriel Rheinberger (1839 bis 1901) und "Introduction et Variations sur un ancien noël polonais" von Alexandre Guilmant (1837 bis 1911) mit Martin Ebenhöch sang das Renner-Ensemble auf der Empore mit Orgelbegleitung das "Kyrie" von Charles Gounod, das "Benedictus-Agnus Dei" von Josef Gabriel Rheinberger (1839 bis 1901) und "The Lords is my shepard" von Howard Goodall sowie "Urbi caritas" von Ola Gjeilo.

Brahms als Zugabe

Vor dem Hochaltar gab es dann Weihnachtslieder: das von Bernd Engelbrecht (1968) neu gesetzte "Lieb Nachtigall wach auf" und "Auf dem Berge da gehe der Wind". "Maria durch den Dornwald ging", "O Heiland reiß die Himmel auf" und "Es ist ein Ros entsprungen" in der Bearbeitung von Hans Pritschet sowie "Go, tell it on the Mountain" von Vijay Singh (1963) folgten und verdeutlichten das Können der Vokalisten. Abschließend glänzte Stephan Schlögl noch einmal als Solist. Ihm oblag es auch, sich bei Hubert Reimer und Jan Roidl für die Organisation zu bedanken. Für den enormen Beifall und als Zugabe gab es das "Guten Abend, gut Nacht" von Johannes Brahms.
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