Vorbeugen der beste Schutz

Kriminaloberkommissar Wolfgang Sennfelder konnte beim Informationsabend der Feuerwehr Gaisthal wichtige Hinweise zum Einbruchschutz weitergeben. Bild: gl
Lokales
Schönsee
05.03.2015
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Gezielte Vorbeugung ist der beste Schutz gegen Einbruchdiebstähle. Dies war auch das Grundthema eines Informationsabends der Feuerwehr mit Kriminaloberkommissar Wolfgang Sennfelder. Er gab sechs goldene Regeln mit auf den Weg.

Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Vorsitzenden Christian Braun ging der Referent im "Gaisthaler Hof" auf die derzeit sich häufenden Einbrüche ein. Dies mache sich auch in den Nachfragen nach Informationsveranstaltungen bemerkbar. Dabei sei die häufige Anmerkung "bei mir ist nichts zu holen" ein Trugschluss: Niemand sei gegen Einbrüche, ihre Schäden und psychische Folgen gefeit.

Denn Einbrecher haben meist ein Gespür für lohnende Objekte und viel Erfahrung und scheuen oft auch die Anwesenheit von Hausbewohnern nicht. Die Einbrecher kommen meist unbemerkt ins Haus und benötigen dazu meist nur einen massiven Schraubenzieher, um Balkontüren und Fenster auszuhebeln. Deshalb empfahl der Kriminalbeamte, die oft primitiven Schließeinrichtungen gegen sichere Beschläge auszutauschen. Besser sei es, schon beim Neubau darauf zu achten. Er hatte auch Muster von diversen Anlagen dabei und erläuterte die Kniffe, mit denen die Einbrecher ans Werk gehen. Ein Schwachpunkt bei den Türen sind die Schließzylinder und die Schließbleche. Dazu gebe es aber wirksame Alternativen, die nachgerüstet werden können. Kellertüren als weiterer Schwachpunkt können mit einer Vorlegestange gesichert werden. Ebenso gebe es für Kellerschächte wirksame Sicherheitsvorrichtungen.

Zudem gibt es einbruchhemmende Rollos für Fenster und Türen. Oberstes Ziel aller Maßnahmen sei aber, einen Einbruch zu verzögern und damit eventuell zu verhindern. Hinzu komme ein reichhaltiges Angebot an Alarmanlagen, die auch mit Kameramodulen an der Klingel und Speichermöglichkeit ausgestattet sein können. Bewegungsmelder können auch an die Rauchmelder gekoppelt und die Grundstücke mit entsprechenden Maßnahmen abgesichert werden.

Zur entsprechenden Absicherung bietet die Kriminalpolizei Amberg eine entsprechende kostenlose Beratung mit Hausbesuchen durch einen für Einbrüche fachkundigen Beamten an, der bei jeder Polizeiinspektion angefordert werden kann. Kriminaloberkommissar Wolfgang Sennfelder ging anschließend auch auf Fragen der Besucher ein. Ebenso empfahl er eine Auflistung der vorhandenen Wertgegenstände, möglichst mit Bild, damit diese später auch zugewiesen werden können. Abschließend gab der Präventionsbeamte den Zuhörern noch sechs goldene Verhaltensregeln mit auf den Nachhauseweg: 1. Stets die Haustüre verschließen. 2. Immer Fenster und Türen geschlossen halten (gekippte Fenster sind offene Fenster). 3. Niemals den Schlüssel draußen verstecken. 4. Bei Schlüsselverlust den Schließzylinder wechseln. 5. Auf Fremde in der Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück achten und 6. keine Hinweise auf die Abwesenheit geben! Damit können Verluste und psychische Belastungen verhindert werden.
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