Waldbrand grenzenlos gelöscht

Die Teilnehmer der Gemeinschaftsübung im tschechischen Pobezovice; von deutscher Seite nahmen die Feuerwehren aus Schönau, Schönsee und Weiding teil. Bild: mmj
Lokales
Schönsee
21.10.2014
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Insgesamt 45 Aktive aus Weiding, Schönsee und Schönau sowie aus Tschechien die Wehren von Pobezovice, Drahotin, Klenci und Belá nad Radbuzou, nahmen an einer grenzüberschreitenden Übung teil. Die angenommene Aufgabe war die Bekämpfung eines Waldbrandes.

Bei einer Gemeinschaftsübung zwischen den Feuerwehren aus Bayern und Tschechien demonstrierten die Teilnehmer in Pobezovice/Tschechien eine hervorragende Zusammenarbeit. Die Kommandanten der teilnehmenden Wehren legten dabei den Ablauf des angenommenen Ernstfalls bei einer Besprechung in Pobezovice fest.

Von deutscher Seite nahmen die Feuerwehren aus Weiding, Schönsee und Schönau teil. Die Organisation für die Übung fand zwischen den Wehren Weiding und Pobezovice statt, die seit langer Zeit auch eine Partnerschaft pflegen. Die Partnerschaftsfeuerwehr von Schönsee, Belá nad Radbuzou, war ebenfalls bei der Übung dabei.

Die gemeinsame Fahrt ging über den Grenzübergang Schwarzach nach Rybnik, Sidlákov, Hora Svatého Václava und Drahotin nach Pobezovice. Dort empfing der erste Kommandant Jan Nechaddamu und sein Stellvertreter Martin Kopecky die Wehren. Diesen beiden Kommandanten und dem zweiten Kommandanten von Weiding, Peter Rettinger, oblag die Einsatzleitung bei dieser Übung.

Mit 45 Aktiven

Insgesamt nahmen 45 Aktive aus Weiding, Schönsee und Schönau, sowie aus Tschechien die Wehren von Pobezovice, Drahotin, Klenci und Belá nad Radbuzou, teil. Die angenommene Aufgabe war die Bekämpfung eines Waldbrandes, der zwei Kilometer von Pobezovice entfernt sein sollte. Die Sirenen riefen die Wehrmänner zum Einsatz, und mit dem Befehl der Organisatoren "Waldbrand - Aufbau einer Wasserförderung von 1,3 Kilometer und Höhenunterschied von 100 Meter" machten sich die Aktiven mit Blaulicht und Martinshorn in einer Kolonne auf den Weg zum Einsatzort.

Die Saugleitung wurde am Bach Pivonka gesetzt und schon 30 Minuten nach Alarmierung stand die Wasserförderstrecke und die Einsatzkräfte, die direkt an der Brandstelle waren, konnten Wasser entgegen nehmen. Die Fahrzeuge der Feuerwehren wurden wie folgt aufgestellt: Belá nad Radbuzou (Ansaugen am Bach mit einer Tragkraftspritze), Schönsee 49/1, (Wasserförderung), Schönau 44/1 (Wasserförderung), Klenci (Wasserförderung), Drahotin (Wasserförderung), Weiding 47/1 (Wasserförderung), Pobezovice (Einsatzstelle - Wasserabgabe mit Wasserwerfer).

Die Wasserförderung der einzelnen Feuerwehren erfolgte über die im Fahrzeug befindlichen Pumpen. Die Wasserabgabe der Feuerwehr Pobezovice erfolgte zuerst mit drei C-Strahlrohren mit einer Leistung von 800 Liter pro Minute und anschließend mit dem Wasserwerfer mit einer Leistung von 1600 Liter. Da die Wasserförderstrecke die Leistung von 1600 Liter nicht erreichte, wurde zusätzlich noch der 8000-Liter-Tank der Feuerwehr Pobezovice mit herangezogen. Nach etwa einer Stunde wurde die Übung von den verantwortlichen Einsatzleitern mit dem Befehl "Abbau und Rückfahrt zum Feuerwehrgerätehaus in Pobezovice" beendet.

Sprachliche Barrieren

Dort fand eine Abschlussbesprechung statt, wobei die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Wehren positiv hervorgehoben wurde. Von der Stadt Pobezovice gab es dann für alle noch die Einladung zu einer gemeinsamen Brotzeit, die selbstverständlich dankend angenommen wurde. Wenn auch noch sprachliche Barrieren zu überwinden waren, war es nach Abschluss des offiziellen Teils dennoch ein gemütliches Miteinander der deutschen und tschechischen Floriansjünger. Beigetragen haben dazu auch die Partnerschaften zwischen Schönsee/Belá nad Radbuzou sowie Weiding mit Pobezovice.
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