Weniger Hausbesuche registriert

Die bestätigte Führung des Krankenpflegeverein Schönsee mit (von rechts) Kassenverwalterin und Schriftführerin Anni Hammerer, Pfarrer Wolfgang Dietz als stellvertretendem Vorsitzenden und Vorsitzender Christa Dobmeier. Über richtige Ernährung sprach Diplom-Ökotrophologin Johanna Baumann (links). Bild: gl
Lokales
Schönsee
01.12.2015
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Beim Krankenpflegeverein mit seinen 415 Mitgliedern bleibt weiterhin Christa Dobmeier als Vorsitzende an der Spitze. Bei der Jahresversammlung rückten auch die aktuellen Pflege- und Patientenzahlen ins Blickfeld.

Im Caritashaus hieß Vorsitzende Christa Dobmeier besonders Schwester Ingrid von der Caritas-Sozialstation willkommen. Stadtpfarrer Wolfgang Dietz ging in einer Mediation auf die heilige Katharina von Alexandria ein, deren Namen am Versammlungstag gefeiert wurde. Die Märtyrerin - eine der drei "heiligen Madeln" unter den 14 Nothelfern - habe sich standhaft im Glauben gezeigt. Heutzutage müsse die Religion mit verschiedenen Weltanschauungen, Trends und Modewellen konkurrieren. Die Tagesordnung war dann mit dem Kassenbericht durch Schriftführerin und Finanzverwalterin Anni Hammerer und dem Tätigkeitsbericht der Vorsitzenden schnell abgewickelt. Der aktuelle Mitgliederstand wurde dabei auf 218 Einzel- und 197 Familienmitgliedschaften beziffert. Die örtlichen Leistungen der Sozialstation im Jahr 2014 wurde mit 82 Patienten (Vorjahr 69), 8152 Hausbesuchen (12 029) und 38 957 Verrichtungen (32 137) bei einer Summe von 34 314,13 Euro (3357,38 Euro) aufgelistet. Dies bei 67 Pflegeeinsätzen (79) und 2566 Portionen Essen auf Rädern (2874), eine Pflegeberatung wurde einmal verzeichnet.

507 Stunden Hospizdienst

Dazu kamen 14 Nutzer in der Verhindertenpflege, 6 bei der medizinischen Fußpflege und 10 im Betreuten Wohnen. Im Gesamtbereich der Caritas-Sozialstation gab es 29 Hausnotrufe und 507 Stunden wurden für 21 Nutzer des ehrenamtlichen Hospizdienstes aufgebracht. Zu den Betreuungsnachmittagen kamen durchschnittlich neun Teilnehmer.

Die Neuwahlen gingen unter dem Motto "wie gehabt" schnell über die Bühne: Christa Dobmeier als Vorsitzende, Pfarrer Wolfgang Dietz als Stellvertreter und Anni Hammerer als Schriftführerin und Finanzverwalterin wurden erneut in die Pflicht genommen.

Dass jeder alt und dabei gleichzeitig fit und gesund bleiben will, war Basis des Vortrags durch Diplom-Ökotrophologin Johanna Baumann. Sie erläuterte, wie dies mit richtiger Ernährung unterstützt werden kann. Wichtig für eine ausgewogene Nahrungsaufnahme seien reichlich Getränke und pflanzliche Lebensmittel. Mäßig, aber regelmäßig, sollte hochwertiges Eiweiß aus tierischen Lebensmitteln zu sich genommen werden. Sparsam sollten fettreiche Lebensmitteln sowie Süßigkeiten oder Alkohol verwendet werden.

Die Referentin berichtete über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse die belegten, dass der Darm praktisch nicht altere und bis ins höchste Alter seine Verdauungsfunktion und Nährstoffaufnahme leisten könne. Während sich der Energiebedarf mit zunehmenden Lebensjahren stetig reduziere, ändere sich der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen nicht.

Johanna Baumann empfahl Gemüse, Salat und Obst, Kartoffeln, Reis, Nudeln und Brot, besonders in der Vollkornversion. Auch die Eiweiß-Versorgung spiele im Alter eine wichtige Rolle, um Muskelabbau und Gebrechlichkeit entgegen zu wirken.

Nährstoffe einbauen

Richtig Essen solle immer Genuss darstellen und nicht nebenbei erfolgen. Genauso wichtig sei Bewegung, damit die Muskeln die Nährstoffe einbauen und kräftig bleiben können. Mindestens dreimal pro Woche sollte für dreißig Minuten Spazierengehen oder Sport auf dem Terminplan stehen. Mit einem kleinen Informationsblatt zur Ernährungspyramide konnten die Teilnehmer ihr Essverhalten zu Hause unter die Lupe nehmen.
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