Wenn 23 Enkel gratulieren

Bei Maria und Willibald Kulzer (zweite Reihe, Mitte) fällt ein Familientreffen immer etwas größer aus: Sieben Kinder mit Partner und 23 Enkel sorgten nach dem Dankgottesdienst in der Pfarrkirche für ein etwas größeres Gruppenbild. Die Glückwünsche der Stadt überbrachte der Großfamilie Bürgermeisterin Birgit Höcherl (links). Bild: gl
Lokales
Schönsee
22.05.2015
26
0

Der Schnee am 11. Mai 1965 war ein gutes Omen für die Ehe von Maria und Willibald Kulzer: 50 Jahre später umringt das Paar bei der goldenen Hochzeit die schier unglaubliche Zahl von 23 Enkelkindern.

Sie sind selten geworden, doch es gibt sie noch, die Großfamilien. Bei der goldenen Hochzeit von Maria und Willibald Kulzer gratulierten sieben Kinder und 23 Enkel. Das Vorbild der Eltern hat damit wohl auch bei den Kindern Schule gemacht.

Kennengelernt hatte sich das Paar einst auf dem Hammergut Finkenhammer bei Pleystein. Maria Kulzer (geborene Schaller) war hier als Hauswirtschaftslehrling tätig, während der aus Beidl im Landkreis Tirschenreuth stammende Willibald Kulzer als Zuchtwart einen Einsatz hatte. Nach der Hochzeit übernahmen die beiden das "Beck'n-Anwesen" in Dietersdorf, das die Braut mit in die Ehe brachte. Die weltliche Trauung nahm der damalige Dietersdorfer Bürgermeister Karl Kreuzer vor und in der Pfarrkirche Schönsee gab es von Stadtpfarrer Josef Wutz den kirchlichen Segen. An jenem 11. Mai 1965, so kann sich Maria Kulzer erinnern, lag Schnee. Die Hochzeitsgäste werteten dies als ein gutes Omen für viele Kinder, die sich schließlich auch einstellten.

Als Maria Schaller ist die Jubilarin 1942 im Krankenhaus Waldmünchen zur Welt gekommen. Sie wuchs mit einer Schwester in Dietersdorf auf. Sie war bereits verheiratet, als sie die Prüfung zur Hauswirtschaftsmeisterin ablegte.

Als Ortsbäuerin aktiv

Neben dem Hauswesen und der Landwirtschaft war Maria Kulzer auch 40 Jahre lang als Ortsbäuerin im Bauernverband engagiert. Nebenbei ist sie seit vielen Jahren als Mesnerin in der Dorfkirche aktiv. Gatte Willibald wuchs mit drei Schwestern und sieben Brüdern auf, später absolvierte er eine Ausbildung in der Landwirtschaftsschule. Neben der Bewirtschaftung des Anwesens war er 26 Jahre als Hausmeister im "Haus Fuchsenschleife" tätig. Beachtlich ist sein ehrenamtliches und kirchliches Engagement: Bei den Jagdgenossenschaft und im Bauernverband bringt er sich ein, war 24 Jahre Pfarrgemeinderat, 30 Jahre Kommunionhelfer und Lektor, bei der Corpus-Christi-Bruderschaft sowie als Kirchenpfleger der Dorfkirche und Gründer eines Fördervereins gefordert. Beim Jubiläumsfest war alles bestens organisiert, vom Dankgottesdienst in der Pfarrkirche über eine gemeinsamen Maiandacht in der Dorfkirche bis hin zum Festmahl. Glückwünsche überbrachten Stadtpfarrer Wolfgang Dietz und Bürgermeisterin Birgit Höcherl sowie die Verwandten. Landrat und Mandatsträger übermittelten gute Wünsche auf dem Postweg.

Eine Reise nach Rom

Die Kinder hatte zur Jubiläumsfeier einige Überraschungen für ihre Eltern auf Lager - darunter auch eine mehrtägige Romfahrt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7904)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.