Winterwanderung des WSV mit Fackeln und Laternen zurück nach Stadlern - 50. Geburtstag steht an
Guter Start der Wintersportler ins Jubiläum

Bei der Winterwanderung des WSV gab es eine Aufwärmpause am Böhmerwaldturm. Bild: wsv
Lokales
Schönsee
09.01.2015
6
0
Mit einer stimmungsvollen Winterwanderung zum Böhmerwaldturm durch die verschneiten Wälder am Reichenstein startete der WSV-Schönsee in sein 50. Vereinsjahr. Organisator Josef Eibauer begrüßte die fast 40 Mitglieder und Freunde des Wintersportvereins, die sich auf die eineinhalbstündige Wanderung von Stadlern zur höchsten Erhebung des Landkreises Schwandorf machten.

Hinauf ging es vorbei am Hochfels, einem der 100 schönsten Geotope Bayerns, an der Burgruine Reichenstein und den leider nicht mehr in Betrieb befindlichen Skiabfahrten des früheren Skizentrums. Der erste Teil der Route folgte dem Europäischen Fernwanderweg E 6, der in diesem Abschnitt zum Premiumwanderweg Goldsteig gehört.

Schön, dass sich zu den Erwachsenen auch Eltern mit Kindern und Großeltern mit ihren Enkeln gesellten. Die Jüngsten stapften bergauf recht flott mit und das Herz klopfte, als sich östlich von der Burgruine der Weg in einer Fichtenschonung wie durch einen Geister- und Zauberwald im Winterkleid schlängelte. Am Böhmerwaldturm erwarteten 2. Vorsitzende Sigrid Wendel, Schriftführerin Doris Nachtmann-Wurm und Ehrenmitglied Henri Dahms die Wanderer mit Glühwein, Kinderpunsch, Bauernbrot, Wurst und Stollen. Ein Schwedenfeuer und die heißen Getränke sorgten für wohlige Wärme.

Wer noch Kondition hatte, stieg die 140 Stufen nach oben zur verglasten Aussichtskanzel, die sich romantisch in Kerzenlicht getaucht vom Dunkel der Nacht abhob. Nach dem Gästebucheintrag machten sich die Winterwanderer bei Fackel- und Laternenschein auf den Heimweg. Abwärts ging es den kürzesten Weg über den Reichensteinlifthang hinunter zum Ausgangspunkt. Die meisten aus der Gruppe kannten die Abfahrt aus der Zeit, als das Skizentrum Reichenstein noch der große Anziehungspunkt für die Skifahrer der Region war.

Bergwachtchef Dieter Güll meinte beim Bergabgehen, wie schade es sei, dass diese Anlage seit zehn Jahren nicht mehr Wintersportmittelpunkt ist. "Wenn ich diesen Berg hinuntergehe, dann fahre ich im Kopf immer noch Ski und möchte die Zeit zurückdrehen" meinte ein anderer Wintersportler, der erzählte, dass er früher fast kein Wochenende ausließ, um am Reichenstein Ski zu fahren.

Am Bergcafé angekommen, sparten die Wanderer nicht mit Komplimenten für den gelungenen Auftakt ins WSV-Jubiläumsjahr.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7958)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.