Wo die Meeresorgel spielt

Die der Heiligen Euphemia geweihte Kirche in Rovinj war eines der Ziele für den Kirchenchor Sankt Wenzeslaus auf der achttägigen Chor-Reise. Die Sänger testeten dort natürlich die Akustik - so wie in vielen anderen Kirchen auch. Bild: hfz
Lokales
Schönsee
06.10.2015
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Nicht Finger, sondern Wellen lassen hier Musik erklingen. Dorthin, wo das Meer ein Instrument spielt, zog es auch den Schönseer Kirchenchor St. Wenzeslaus.

Seine elfte Chor-Reise führte den Kirchenchor Sankt Wenzeslaus heuer nach Kroatien. Die Teilnehmer genossen die Schönheit der Landschaft und schauten in etlichen Kirchen vorbei. Dort erregten die Gäste mit ihrem Gesang auch die Aufmerksamkeit der Einheimischen und rückten so ihre Heimat vorteilhaft ins Licht.

Kirchen als Weltkulturerbe

Nach einer Busfahrt von über 600 Kilometern landete die Reisegruppe zunächst in Opatija. Beim abendlichen Spaziergang entlang des "Lungomare" konnten die Ausflügler einen imposanten Sonnenuntergang am Meer erleben. In den nächsten Tagen erkundeten sie die Halbinsel Istrien. In Pula beeindruckte das sehr gut erhaltene Amphitheater aus der Römerzeit, in Rovinj und Porec waren es die der Heiligen Euphemia und dem Heiligen Euphrasius geweihten Kirchen, die zum Unesco-Weltkulturerbe gehören. Bei einem Stadtrundgang lernten die Besucher Opatija als mondänes Seebad mit eleganten Villen und Parks aus der Donaumonarchie kennen. Weiter ging die Fahrt entlang der Kvarner Bucht, stets die Badeinsel Krk im Blick, nach Zadar, dem Zentrum des nördlichen Dalmatiens mit seiner 3000-jährigen wechselvollen Geschichte. Besonders interessant für die Chormitglieder war die Meeresorgel am Hafen, in der durch die Wellenbewegung Musik erzeugt wird. Begehbare Glasplatten mit Solarzellen sorgen dort am Abend zusätzlich für Lichtspiele.

Auf dem Weg entlang der malerischen Küste in Richtung Süden wurde Sibenik mit der ebenfalls zum Unesco-Kulturerbe gehörenden Kirche Sankt Jakov besucht, und in Split faszinierte der Diokletianspalast, das bedeutendste römische Bauwerk an der Ostküste der Adria. Schon am Vorabend der Stadtbesichtigung bezauberte die Mittelmeerstadt bei einem Bummel über die Hafenpromenade mit Musik und buntem Treiben. Nach so viel Kultur, gesanglichen Aufritten und langen Busfahrten war eine kleine Wanderung im Biokovo-Gebirge eine willkommene Abwechslung. Auch die musikalische Unterhaltung in einer Berghütte sorgte für gute Stimmung.

Dazu kam eine Erfrischung im Meer bzw. Freibad in Slano direkt an der Adria. Dubrovnik imponierte mit seiner imposanten Altstadt. Den südlichsten Punkt der Reise bildete schließlich Montenegro, wo die mittelalterliche Stadt Kotor, Perast mit der Insel Gospa und der Badeort Budva besucht wurden.

Abschluss in Zagreb

Auf der Heimreise standen die Plitvicer Seen mit ihren zahlreichen Wasserfällen, bekannt durch die Karl-May-Filme, auf dem Programm. Den krönenden Abschluss auf der langen, anstrengenden, aber äußerst interessanten Reise bildete der Besuch der Hauptstadt Zagreb. Und immer wieder hatte der Chor die Gelegenheit, unter der Leitung von Chor- und Reiseleiter Hubert Reimer bei einem Lied in der Kirche Gott zu loben und zu preisen.
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