Wunschbäume für Pilsen 2015

Projektautor Andi Dünne erklärt, wie die Löcher im Wunschbaum mit farbigen Dübeln versiegelt werden. Bilder: eib (2)
Lokales
Schönsee
08.12.2014
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Zwölf bayerische und tschechische Schulen werden mit der Kunstaktion "Wunschbaum" Teil des Begleitprogramms von Pilsen 2015. Die Lehrer trafen sich zur Vorbereitung des Projekts im CeBB.

Nach dem gelungenen Test vor zwei Jahren beim Sommerempfang waren sich alle Projektpartner einig: Die Kunstaktion "Wunschbaum für Pilsen 2015" wird ins Begleitprogramm von Pilsen, Kulturhauptstadt 2015, aufgenommen. Um die Umsetzung der Idee vorzubereiten, trafen sich Vertreter von fünf bayerischen und drei tschechischen Schulen im Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) in Schönsee. Im Frühjahr 2015 sollen an zwölf Orten, jeweils sechs auf bayerischer und sechs auf tschechischer Seite, Wunschbäume aufgestellt werden.

Bei den Kunstaktionen an den Schulen werden sich die Ideengeber und Künstler Andi Dünne und Philipp Klein aus Cham intensiv einbringen. Organisatorisch wird die Aktion vom CeBB im EU geförderten Ziel-3-Projekt Regio2015 als einer der bayerischen Beiträge für Pilsen 2015 unterstützt. Die Betreuung im CeBB liegt in den Händen von Maika Victor-Ustohal, die das Treffen vorbereitete und moderierte.

Start am 22. April

Gestartet wird die Aktion nächstes Jahr am 22. April vom Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium in Cham. In der Woche vom 4. bis 8. Mai werden die meisten der teilnehmenden Schulen ihren Wunschbaum aufstellen. Jede Schule wird nun auf die Suche nach Baumspendern gehen und gestaltet den Aktionstag mit den Schülern gemeinsam und individuell. Alle möchten die gesamte Schulfamilie und die Partnerschule einbinden. Lehrkräfte, Eltern, Kommunalpolitiker, mit der Schule verbundene Bürger und an vorderster Stelle die Schüler, notieren am Tag der Kunstaktion ihre Wünsche auf kleine Zettel: ganz persönliche, welche für die Kulturhauptstadt oder die deutsch-tschechischen Beziehungen.

Die Wunschzettel werden einzeln in die in den Baum gebohrten Löcher gesteckt und von den Teilnehmern zusammen mit den Künstlern mit von den Schülern bemalten Holzstäben verdübelt. So erhält jede Schule bzw. Gemeinde ein Kunstwerk, das an Pilsen 2015 und an die freundschaftlichen Beziehungen mit den Nachbarn erinnert. "Wir arbeiten seit 20 Jahren mit dem Ludek-Pik-Gymnasium in Pilsen zusammen und freuen uns schon sehr auf ein weiteres, gemeinsames Projekt", so Birgit Habler vom Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium in Cham.

Für die Mittelschule Neunburg war die Kunstaktion ein Impuls, nun intensiv nach einer tschechischen Partnerschule zu suchen. "Unsere Schüler kommen aus vielen verschiedenen Ländern, so dass der Kontakt zu anderen Kulturen zu unserem Schulalltag gehört. Gerne würden wir nun auch eine Brücke ins Nachbarland schlagen.", sagte Schulleiterin Irene Träxler, seit wenigen Tagen Vorsitzende von Bavaria Bohemia, dem Trägerverein des CeBB. Mit Vermittlung des CeBB sind erste Kontakte mit der Grundschule Horaždovice aufgenommen worden.

Auch bei den anderen Schulen, wie der Schule am Regenbogen in Cham, die seit zwölf Jahren mit der Praktischen Grundschule Domažlice/Taus, einer Sonderschule für Kinder mit leichter geistiger Behinderung, zusammenarbeitet, ist das Wunschbaumprojekt eine kreative Ergänzung der bestehenden Aktivitäten. Harald Krämer von der VHS Weiden, der stellvertretend für das Augustinus-Gymnasium Weiden am Treffen im CeBB teilnahm, hofft, dass mit der Teilnahme des Weidener Gymnasiums die Partnerschaft zum Masaryk-Gymnasium Pilsen wieder intensiviert und durch die Wunschbäume eine neue symbolische Verbindung hergestellt wird.

Gestaltungsfreiheit

Die Ideengeber Andi Dünne und Philipp Klein wollen bei der Kunstaktion nicht zu viel vorgeben und lassen den Schulen Gestaltungsfreiheit. "Die Kunstaktion lebt von der Interaktion und soll sich auch nach dem Aufstellen des Wunschbaums noch weiterentwickeln", so Andi Dünne von der Kinder- und Jugendkunstschule in Cham. Beide Künstler hatten zum Test für die Lehrer ein paar Dübel dabei und ließen am Wunschbaum vor dem CeBB ein paar offene Löcher mit Wunschzetteln füllen und verschließen.
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