Zu kalt für Langlauf-Champions

Zur Bayerischen Meisterschaft des WSV gehörte auch ein Empfang, bei dem WSV-Vorsitzender und Bürgermeister Hans Eibauer (von links) auch Kreisrat Hermann Utz, den 40fachen Deutschen Meister Walter Deml sowie Bezirksrat Josef Spichtinger (rechts) willkommen hieß.
Lokales
Schönsee
23.02.2015
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Der Begriff "Wintersportgebiet Schönseer Land" war vor 30 Jahren keine Wunschvorstellung, sondern Realität. Im Februar 1985 trug der WSV Schönsee die Bayerische Meisterschaft in den Staffelwettbewerben und im Einzel aus. Doch der Start an den Langlaufloipen verzögerte sich.

Nicht nur die damals bestehenden Liftanlagen in Lindau, Dietersdorf, am Stückberg und im Skizentrum Reichenstein zogen die Skifahrer an - es gab sogar eine Rodelbahn im Drechselberggebiet. Ein besonderes Aushängeschild war aber der Langlaufsport, mit dem damals schon aktiven Wintersportverein Schönsee und dessen Langlaufzentrum Rosenhof. Der WSV stellte mit Toni Flöttl junior sogar einen Deutschen Meister im Jugend-Staffellauf.

Empfang im "Hubertus"

Vor 30 Jahren, am 16./17. Februar 1985, wurde vom WSV Schönsee die Bayerische Meisterschaft in den Staffelwettbewerben mit insgesamt 22 Staffeln sowie den Einzelmeisterschaften ausgetragen. Dies war bereits die zweite Bayerische Meisterschaft in Schönsee. Den Veröffentlichungen am 18. Februar 1985 im Neuen Tag ist zu entnehmen, dass der WSV mit der Austragung beauftragt war, der nordische Sportwart Heinz Moser vom BSV als Rennleiter fungierte und Anton Flöttl senior für die Strecke zuständig war, die den Teilnehmern viel Respekt abforderte.

Bereits am Freitag fand im Hotel "Sankt Hubertus" ein feierlicher Empfang statt, bei dem WSV-Vorsitzender und Bürgermeister Hans Eibauer neben BSV-Sportwart Heinz Moser auch den Sportwart vom Skigau Oberpfalz. Besonders herrschte Freude über die Anwesenheit von Altmeister Walter Deml (SC Zwiesel), den Olympiateilnehmer und 40maligen Deutschen Meister unter der Sportprominenz. Von politischer Seite waren Bezirksrat Josef Spichtinger und Kreisrat Hermann Utz dabei.

Stefan Dotzler dabei

Wegen extremen Minustemperaturen musste am Samstag der Start zunächst verschoben werden. Für die Funkleitung auf der Strecke zu den Kontrollstellen sorgte der Bundesgrenzschutz (BGS) aus Schwandorf. Die Sanitäter der Rotkreuzgemeinschaft gaben heißen Tee an die Sportler aus. Neben Rennleiter Heinz Moser war Bernhard Zach vom SCMC Hirschau als Kampfrichter aktiv.

Bei den Damenstaffeln siegte erwartungsgemäß der SC Sonthofen mit Schlussläuferin Sabine Buhl und bei den Herren der SC Hochvogel München mit Nationalläufer Stefan Dotzler vor dem TSV Trauchgau und dem SCMC Hirschau. Im Einzelwettbewerb der Herren siegte Bernhard Benedikt (Oberammergau) und bei den Damen Sabine Buhl (Sonthofen).

Nicht nur klimatische Veränderung sorgten für den Rückgang des Wintersports und die Einstellung des Betriebs an den Skiliften. Geblieben ist aber der Betrieb des Langlaufes im neu gestalteten Nordic-Leistungszentrum Schwand. Dieses hat sich durch die gepflegten Loipen einen guten Namen gemacht, ebenso auch der WSV Schönsee, der inzwischen auf 50 Jahre zurückblicken kann.
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