Der Spielplatz an der Böhmerwaldstraße und das Moorbad beschäftigen den Stadtrat
Moorbad soll attraktiver werden

Im Bereich der eingezäunten Tennisplätze im Moorbad-Bereich könnte nach den Vorstellungen der Stadt ein attraktiver Mehrgenerationenspielplatz entstehen. Bild: gl
Politik
Schönsee
11.05.2016
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Der Spielplatz an der Böhmerwaldstraße und das Moorbad beschäftigen den Stadtrat schon seit geraumer Zeit. Doch das erarbeitete Konzept schaffte es nicht in das angedachte und lukrative Förderprogramm. Die Stadt will aber mit der Umsetzung nicht noch länger warten und notfalls kleinere Brötchen backen.

Bevor das Thema "Spielplatz - mögliche Verlegung in den Bereich des Moorbades, Vorstellung des groben Konzepts" ausgiebig diskutiert wurde, stand in der Stadtratssitzung am Dienstagabend zunächst die Bauvoranfrage von Andreas und Hannelore Hopfner auf der Tagesordnung. Beide möchten auf der Flurnummer 321, Gemarkung Schönsee, ein Wohnhaus errichten.

Stellungnahme einholen


Bürgermeisterin Birgit Höcherl und Geschäftsstellenleiter Matthias Jeitner führten dazu aus, dass das vorgesehene Baugrundstück im Außenbereich und nicht mehr innerhalb des Bebauungsplans liegt. Außerdem müssten Wasserleitung, Kanalisation und Straße von der letzten Bebauung bis zum Baugrundstück weitergeführt werden. Nach kurzer Beratung verständigte sich der Stadtrat, der dem Vorhaben positiv gegenüber steht, darauf, zunächst einmal eine Stellungnahme des Landratsamtes einzuholen.

Zum Thema "Spielplatz und Moorbad" musste Bürgermeisterin Birgit Höcherl etwas weiter ausholen. Sie erinnerte, dass es dazu bereits ein Konzept gibt, das für das EFRE-Förderprogramm erarbeitet wurde, das seinerzeit mit einer 80-prozentigen Förderung lockte. Letztendlich wurden in der neuen EFRE-Förderperiode staatlicherseits andere Schwerpunkte gesetzt, so dass das Vorhaben nicht zum Zug kam. Nach Aussage der Bürgermeisterin gibt es mittlerweile Überlegungen, das Projekt aus eigener Kraft zu schultern. Dem komme das landkreisweite LAG-Projekt der Mehrgenerationenspielplätze entgegen, die zu 50 Prozent bei einer Höchstfördersumme von 12 500 Euro gefördert werden.

Bei einer Besichtigung solcher Plätze im Raum Neumarkt sei sie auf eine Firma gestoßen, die Themenspielplätze und im Besonderen auch Mehrgenerationenplätze anbietet, die speziell für Senioren und auch Rollstuhlfahrer ausgelegt sind. Die Palette reicht hier von Spieltürmen und Wasserspielen bis hin zu Rutschen, Kletternetzen, Barfußpfaden oder Fußbadebecken. Als Thema, so Birgit Höcherl, könnte sie sich "Brückenland Bayern-Böhmen" als Vernetzung mit Tschechien vorstellen. Ihrer Ansicht nach wäre der neue Mehrgenerationenplatz am besten auf den zwei bestehenden Tennisplätzen im Bereich des Moorbades aufgehoben.

Positiv eingestellt


Dabei machte sie aber auch klar, dass wohl ein Konzept für das gesamte Moorbad-Areal erforderlich wäre, um die Attraktivität und die Besucherfrequenz zu steigern. Vielleicht könnte man sogar den Kiosk wieder beleben. Neben der besagten LAG-Förderung wollte die Bürgermeisterin aber auch andere Fördertöpfe wie Interreg nicht ganz ausschließen. Für eine schnelle Umsetzung empfahl sie allerdings, sich den bei der geplatzten ELER-Förderung fällig gewordenen Eigenanteil als Budget zu setzen. Die weit überwiegende Zahl von Stadträten äußerte sich durchwegs positiv zum "Grobkonzept" und zur Verlegung des Spielplatzes in den Moorbad-Bereich und waren zudem der Meinung, dass nur ein Gesamtkonzept für das gesamte Areal Sinn mache.

Thomas Schiller erinnerte an einen FWG-Antrag von 2014, der eine "kleine Lösung" am bestehenden Areal in der Böhmerwaldstraße vorsah, aber mit Blick auf eine mögliche ELER-Förderung wieder zurückgezogen wurde. Natürlich wurde auch das Thema "Kosten" angesprochen. Doch darüber und zur genauen Vorgehensweise wollte sich der Stadtrat zunächst einmal erst in nichtöffentlicher Sitzung auseinandersetzen.

Als "Vorwarnung" gab Bürgermeisterin Birgit Höcherl bekannt, dass die Badergasse noch im Mai abgerechnet wird.
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Thomas Schiller aus Schönsee | 12.05.2016 | 09:46  
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