Karussell am Tennisplatz

Attraktive Freizeitanlage ab Sommer 2017: Auf den ehemaligen Tennisplätzen (links) entsteht ein neuer Spielplatz. Das Moorbad (unten) wird saniert und das Beach-Volleyballfeld und die Tischtennisplatten (rechts) besser gepflegt. Auch ein Kiosk ist angedacht. Bild: Portner
Politik
Schönsee
29.09.2016
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Das Freizeitgelände Moorbad punktet künftig mit einem Spielplatz. Nur ein Gesamtkonzept macht Sinn, lautete der Tenor im Stadtrat. Rutsche und Schaukel ziehen deshalb von der Böhmerwaldstraße auf die ehemaligen Tennisplätze um. Die Eltern können noch Wünsche äußern.

Ein Konzept für das gesamte Moorbad-Areal - zur Steigerung von Attraktivität und Besucherfrequenz - lag dem Stadtrat bereits im Vorjahr vor. Doch das Vorhaben kam im EFRE-Förderprogramm nicht zum Zug. Nun setzt die Stadt den damals errechneten Eigenanteil als Budget ein und plant eine "abgespeckte Sanierung". Auf einen Kiosk will man dabei nicht verzichten.

Bürgermeisterin Birgit Höcherl zählte die Punkte einzeln auf. Darunter fallen die Ertüchtigung des Funktionsgebäudes mit Lärchenholzverschalung, neuen Fenstern, Türen und Trennwänden sowie Fliesen nach Bedarf. "Es soll schön werden, aber mit der bestehenden Substanz", stellte sie klar. Der Bauhof wird bei den Eigenleistungen eingebunden. Künftig soll es auch Warmwasser-Duschen geben sowie einen Wickeltisch in den Umkleideräumen. Diskutiert wurde die Einrichtung einer Behindertentoilette. "Der Knackpunkt ist der Platz. Der reicht auch beim Umbau nicht für Rollstuhlfahrer aus", erklärte Hans Schieber. Die Stadträte sprachen sich deshalb dafür aus, dass das Behinderten-WC am Festplatz gegenüber geöffnet bleiben soll. Der Beschluss für die Sanierung des Moorbades wurde einstimmig gefasst; Angebote und Vergaben waren dann nichtöffentlich.

Länger diskutiert wurde das Thema "Verlegung des Böhmerwaldspielplatzes auf die ehemaligen Tennisplätze am Moorbad". Die Freie Wählergemeinschaft Schönsee und Umgebung hatte ursprünglich den Antrag zur Verlegung gestellt, diesen aber nach Protesten von Eltern wieder zurückgezogen. "Wasser zieht Kinder an. Viele Familien halten den Standort für zu gefährlich", führte Andreas Hopfner aus. "Der jetzige Spielplatz liegt an zwei Straßen, während der neue Platz mit einem Zaun umgeben wird. Da frage ich mich, was sicherer ist", warf Hans Schieber (CSU) ein. Außerdem könne das Tor nicht von Kleinkindern geöffnet werden (Anlage wie Kindergarten).

"Mehr Sicherheit geht nicht", betonte die Bürgermeisterin. Sie verwies darauf, dass nur ein Gesamtkonzept attraktiv für Familien sei und gab bekannt, dass am 18. Oktober, um 18 Uhr, eine Informationsveranstaltung im Rathaus anberaumt ist. Hier könnten die Eltern noch Wünsche für Spielgeräte vorbringen.

Thomas Schiller (FWG) stellte den Antrag, die Entscheidung über die Verlegung des Spielplatzes bis nach der Info-Versammlung zu verschieben. Der Antrag wurde gegen drei Ja-Stimmen abgelehnt. Mit zwei Gegenstimmen (Thomas Schiller, Andreas Hopfner) wurde der Tennisplatz als Standort beschlossen.
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