Sogar ein Pferd gerettet

Bereitschaftsleiter Dieter Güll (links) und Alfred Braun, BRK-Kreisgeschäftsführer, ehrten Sebastian Gebhard (rechts) für seine zehnjährige Mitgliedschaft bei der Bergwacht im Schönseer Land. Bild: bsl
Politik
Schönsee
23.03.2015
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Die Bergwachtbereitschaft Schönseer Land blickte bei der Hauptversammlung auf ein ruhiges Jahr zurück. Für Schmunzeln sorgte eine kuriose Einsatzmeldung.

Rund 130 Termine standen im vergangenen Jahr bei der Bergwachtbereitschaft Schönseer Land an, wie Bereitschaftsleiter Dieter Güll bei der Hauptversammlung am Sonntag im Gasthaus "Zum Wildenstein" in Wildstein berichtete. Trotzdem war es alles in allem ein ruhiges Jahr, denn unter diesen Terminen befanden sich "nur" acht Einsätze. Der Rest waren beispielsweise Schulungen, Lehrgänge oder Übungen.

"Wirklich für alle da"

Von den Einsätzen blieb Güll vor allem der erste des Jahres im Mai im Gedächtnis, bei dem ein verunglückter Wanderer im Bereich des Trausnitzer Stausees versorgt werden musste. Neben diesen eher klassischen Einsätzen war es die Erinnerung an eine doch etwas kuriose Alarmierung, die bei den Teilnehmern der Hauptversammlung für Erheiterung sorgte: Die Bergwacht wurde zur Bergung eines Pferdes aus dem Trausnitzer Stausee gerufen. Das zeige, "dass die Bergwacht wirklich für alle da ist", sagte Güll mit einem Augenzwinkern.

Den Stellenwert der Bergwachtbereitschaft beweist die Tatsache, dass der Verein über 122 Förderer verfügt. "Das ist zwar sicherlich noch ausbaufähig; für eine kleine Einheit wie die unsere mit 157 Mitgliedern und nur 18 aktiven Bergwachtlern ist das aber durchaus eine stolze Zahl", so Güll. Bedenklich findet Güll, dass immer noch nicht jeder Bergretter eine eigene Ausrüstung vom Dachverband zur Verfügung gestellt bekommen hat. Die Mitglieder müssen teilweise auf private Kleidung, Schuhe oder gar Ski zurückgreifen. Ein Zustand, der auch Ehrengast Alfred Braun, Direktor des BRK-Kreisverbandes Schwandorf, nachdenklich stimmt. "Die Bergwachtbereitschaft Schönseer Land erfüllt eine wichtige Aufgabe für den gesamten Landkreis Schwandorf", so Braun. "Da kann es nicht sein, dass die Bergretter ihre eigene, private Ausrüstung verwenden müssen."

Ein Thema lag Bereitschaftsleiter Güll sehr am Herzen - die geringe Anzahl an Mitgliedern. Es fehle vor allem der Nachwuchs. "Wir müssen aktiver an die jungen Leute herantreten", forderte Güll die versammelten Mitglieder auf. "Und hier ist jeder von uns gefragt. Wir müssen mehr Werbung für die Bergwacht machen".

Seit zehn Jahren im Dienst

Umso mehr freute es den Bereitschaftsleiter, dass er gleich vier junge Mitglieder für ihre Treue ehren durfte. Alexander Paa, Dominik Paar, Tobias Horn und Sebastian Gebhard verrichten seit mittlerweile zehn Jahren ihren Dienst für die Bergwachtbereitschaft Schönseer Land.
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