Stadtrat Schönsee
Beschluss für neues Pflaster

Der Stadtrat besichtigte die Musterpflasterung für die Ortsmitte von Dietersdorf. Andreas Thammer (Vierter von links) und Bürgermeisterin Birgit Höcherl erläuterten die gesägte und geschnittene Variante. Bild: Portner
Politik
Schönsee
30.09.2016
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Pflastersteine für die Dietersdorfer Dorfmitte und ein Beschluss für die Sanierung der Pfarrgasse in Schönsee beschäftigten den Stadtrat. Für Diskussionsstoff sorgte die Schulbuslinie.

Die Tiefbauarbeiten bei der einfachen Dorferneuerung in Dietersdorf starteten im August. Mittlerweile haben die Bagger den Platz rund um die Kirche ausgehoben und auch die Flächen für die neuen Gehwege sind sichtbar. Barrierefrei und mit viel Aufenthaltscharakter, so soll sich die Ortsmitte des Straßendorfes bis Ende des Jahres präsentieren.

Vor der jüngsten Sitzung traf sich der Stadtrat zur Besichtigung der Musterpflasterung in Dietersdorf. Landschaftsarchitekt Andreas Thammer aus Winklarn erläuterte die zwei unterschiedlichen Flächen. Der geschnittene Granitstein mit einer sehr glatten Oberfläche (teuerere Variante) wird im Gehbereich eingesetzt, während das gesägte Pflaster dort verlegt wird, wo überwiegend gefahren wird. Die Baumaßnahmen in der Ortsdurchfahrt wurden an die Firma Wagner zum Preis von 573 808 Euro vergeben. Auch den Auftrag für den Leitungsbau (147 577 Euro) erhielt die Firma Wagner, wie in der anschließenden Sitzung im Rathaus bekanntgegeben wurde.

"Es gibt einen Interessenten, der das landwirtschaftliche Anwesen in Laub 10 kaufen möchte", informierte Bürgermeisterin Birgit Höcherl und stellte den Räten eine Bauvoranfrage von Anna Völkel zur Umnutzung und Änderung des Flächennutzungsplanes vor. Das gemeindliche Einvernehmen wurde einstimmig erteilt. Der Kaufinteressent möchte Haus und Stallungen zu einer Wellness-Pension für Feriengäste umbauen. Auf der angrenzenden Wiese sind Stellplätze angedacht.

Ein Beschluss war für die Sanierung der Pfarrgasse notwendig, damit die Verwaltung den Antrag für die städtebauliche Förderung sowie für die Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns stellen kann. Der Beschluss erfolgte einstimmig. Vor der Beratung stellte Geschäftsstellenleiter Matthias Jeitner die Planungen des Architekten Martin Popp vom Ingenieurbüro Weiß vor. Die Kostenschätzung beläuft sich auf 774 000 Euro, wovon 129 000 Euro für Treppenzugänge und 134 000 Euro für Wasser/Kanal vorgesehen sind.

Bürgermeisterin Birgit Höcherl informierte, dass am 11. Oktober, um 19 Uhr eine Anliegerversammlung im Rathaus stattfindet. Hier geht es auch darum, wer eine städtebauliche Beratung wünscht, sowie um den aktuellen Sachstand. "Die Abrechnung erfolgt wie in der Badergasse", betonte Jeitner. Dies bedeute, dass 40 Prozent der Baukosten auf die Bürger umgelegt werden, wobei diese nicht an den Mehrkosten für das Pflaster beteiligt werden. "Genaue Zahlen haben wir erst nach der Endabrechnung, wenn der Preis für die Granitsteine dem gegenübergestellt werden kann, was eine Asphaltierung gekostet hätte", erklärte Matthias Jeitner. "Was muss die Stadt zahlen?", wollte Thomas Schiller wissen. Auch dies stehe erst nach der Förderzusage und der Endabrechnung fest. Die Art des Pflasters wurde bereits in der Juli-Sitzung diskutiert und festgelegt (Granitstein geschnitten).

Bus fährt nicht zur Schule


Die RVO-Linie (Regionalverkehr Ostbayern) fährt die Grundschule in Schönsee nicht mehr an und lässt die Schüler beim Rathaus in der Hauptstraße aussteigen. Grund dafür ist, dass ein größerer Bus eingesetzt wird. Reinhard Kreuzer brachte das Thema im Stadtrat vor und berichtete von einem Telefongespräch mit einem RVO-Sachbearbeiter, dass möglicherweise ein kleinerer Bus eines anderen Unternehmens die Kinder den Schulberg hinauffahren könnte.

"Diese Auskunft ist neu", meinte Höcherl, die betonte, dass alle drei Bürgermeister des Schönseer Landes an der Sache dran seien. Eine Möglichkeit sei es, dass ein Lotse die Schüler begleitet. Einige Räte verwiesen darauf, dass auch die Schönseer Kinder einen Schulweg hätten. "Im Sommer ist es kein Problem, aber im Winter ist der Fußweg durch die engen, steilen Gassen nicht zumutbar", so der Tenor. "Wir werden uns kümmern", versprach Birgit Höcherl.
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