Stadtrat unterstützt Nachwuchsarbeit der SpVgg Schönseer Land
Jugend-Zuschuss in Verlängerung

Politik
Schönsee
16.06.2016
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Fast 100 Kinder und Jugendliche trainieren bei der SpVgg Schönseer Land. Als "gut angelegtes Geld" sah es der Stadtrat, als er einstimmig einen Antrag des Vereins auf Jugendförderung genehmigte. Eine längere Debatte löste das Baugesuch eines Ratskollegen aus.

Bereits im Vorjahr hatte das Gremium den Sportlern einen Zuschuss zur Unterstützung der Nachwuchs- und Jugendarbeit gewährt. Damals waren - rückwirkend für 2014 - fünf Euro pro Kind und Monat gewährt worden. "Das wünscht sich die SpVgg auch diesmal", erklärte Bürgermeisterin Birgit Höcherl (CSU), als sie in der Sitzung den Zuschussantrag verlas. Demnach stammen von den insgesamt 91 Nachwuchs-Fußballern mit Spieler-Pass aktuell 74 aus Schönsee.

Thomas Schiller (Freie Wählergemeinschaft) sah die Förderung von Jugend und Sport als "eine originäre Aufgabe der Stadt" und gab dem Gesuch der SpVgg grünes Licht. Josef Eibauer (Freie Wählergruppe) würdigte die gute Arbeit des Sportvereins. Den ehrenamtlichen Einsatz stellte auch die Bürgermeisterin lobend heraus. Der Zuschussantrag ging einstimmig über den Tisch. Ratsmitglied Reinhard Kreuzer, der die SpVgg als Vorsitzender anführt, bedankte sich beim Gremium.

Im Dorfgebiet zulässig


Weil er seinen Hof auf ökologischen Landbau umstellen möchte, plant Andreas Kulzer in Dietersdorf den Bau eines Laufstalls. Wie Rathaus-Geschäftsleiter Matthias Jeitner ausführte, befinde sich das Vorhaben im Geltungsbereich eines Dorfgebiets und sei dort grundsätzlich zulässig. Kulzer, der für die Freie Wählergruppe am Ratstisch sitzt, durfte sein Vorhaben in der Sitzung erläutern. An Auflagen, die er seitens der Behörden erfüllen müsse, nannte er den Bau einer geschlossenen Güllegrube, außerdem müsse ein Drittel des Laufstalls überdacht sein. Der Stall soll 110 Großvieh-Einheiten Platz bieten.

"Das ist der erste Bauantrag über den wir reden", wunderte sich Thomas Schiller, ansonsten würden derartige Gesuche doch auf dem Verwaltungsweg erledigt. Es sei sinnvoll, größere Projekte im Stadtrat vorzustellen, erklärte Geschäftsleiter Jeitner. Durch die Anwesenheit mehrerer Anwohner aus Dietersdorf sah sich Bürgermeisterin Birgit Höcherl darin bestätigt, dass es richtig gewesen war, den Bauantrag auf die Tagesordnung zu nehmen.

Die Freie Wählergemeinschaft stehe hinter diesem Vorhaben, berichtete Stadtrat Andreas Hopfner. Er regte aber einen Ortstermin an, damit sich das Gremium etwas unter dem Projekt vorstellen könne. Dazu sah Johann Schieber (CSU) keine Notwendigkeit: "Erst seid ihr dafür, und jetzt wollt ihr eine Besichtigung." Hopfner entgegnete, dass man nicht gegen das Vorhaben an sich, sondern die Vorgehensweise sei. Fraktionskollege Schiller bemängelte das Fehlen einer Beschluss-Vorlage, obwohl diese laut Geschäftsordnung vorgesehen sei. Er beantragte, die Entscheidung über den Bauantrag wegen des Fehlens von Informationen zu vertagen.

FWG zieht Antrag zurück


Dies empfand Ratsmitglied Josef Eibauer als unfair gegenüber dem Bauwerber - "auch wenn etwas mehr Informationen manchmal schon gut wären". Im aktuellen Fall sehe er sich aber durchaus in der Lage abzustimmen. Antragsteller Andreas Kulzer verdeutlichte, dass er für sein Projekt Fristen einhalten müsse, bei einer Vertagung könnten ihm finanzielle Nachteile entstehen. Daraufhin zog die FWG ihren Antrag wieder zurück. Ohne die Beteiligung von Stadtrat Kulzer ging das Baugesuch schließlich einstimmig über den Ratstisch.
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