Vermögenshaushalt der Stadt Schönsee weist etliche Projekte auf
In die Zukunft investieren

Die Stadträte von Schönsee informieren sich gerne vor Ort, bevor sie öffentliche Gelder ausgeben. Der Zustand der Straße zwischen Weberhäuser und Friedrichshäng zeigt, dass der Ausbau nötig ist. Bild: Portner
Politik
Schönsee
17.05.2017
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Wie der Vermögenshaushalt zeigt, hat die Stadt einiges vor. Wie schon in der April-Sitzung deutlich wurde, wird der Kindergarten-Neubau die nächsten zwei Jahre Geldmittel binden. Ebenfalls schon in Planung ist die Freizeitanlage "Moorbad" mit Spiel- und Mehrgenerationenplatz (100 000 Euro) sowie Instandsetzung des Funktionsgebäudes (65 000 Euro). "Das schaffen wir in 2017 nicht", lautete die Meinung der Stadträte und so wurden für 2018 und 2019 noch jeweils 30 000 Euro in die Planung aufgenommen.

Mit 86 Prozent Förderung könnte heuer der Rad- und Wanderweg (asphaltiert, drei Meter breit) zwischen Dietersdorf und Stadlern gebaut werden. Birgit Höcherl informierte über Gespräche mit dem Staatlichen Straßenbauamt, allerdings müssen erst Grundstücksverhandlungen geführt werden.

Ein Projekt in 2017 ist der Abschluss der "Ortsmitte Dietersdorf", während der Ausbau der Pfarrgasse das zentrale Thema sein wird. Der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Weberhäuser-Friedrichshäng schlägt in 2017 mit Planungskosten und im Jahr darauf mit den Baukosten ein. Auch die Böhmerwaldstraße soll im nächsten Jahr angegangen werden.

Für 2018 ist zudem ein "Klöppeltrafo" im Einzelplan enthalten. Dazu teilte die Bürgermeisterin in der Sitzung ein Konzept aus und betonte, dass die Maßnahme nur zum Tragen komme, wenn sie neben dem Bezirk noch zwei weitere Fördergeldgeber findet. "Klöppeln ist eine Nische und unsere Chance im Tourismus. Wir müssen mit dem punkten, was wir haben", ergänzte Höcherl.

Im Waldwege-Bau sind heuer keine Maßnahmen geplant, allerdings für 2018 im Bereich südöstlich von Schwand. Noch in der Schwebe ist die Neugestaltung des Zäch-Anwesens in der Weidinger Straße (Abriss in 2017). Nach Mitteilung der Telekom soll Ende Mai/Anfang Juni der Breitbandausbau abgeschlossen sein und funktionieren. "2018 schrumpft die Schlüsselzuweisung", informierte Kämmerin Lisa Biegerl und nannte noch weitere Faktoren für die Tatsache, dass im nächsten Jahr eine Zuführung zum Verwaltungshaushalt in Höhe von 9000 Euro nötig sein wird.

In 2017 ist eine Rücklagenentnahme in Höhe von 1,219 Euro vorgesehen (Rücklage zum Jahresanfang 1,7 Millionen Euro), sowie in 2018 von 380 000 Euro. Außerdem muss nächstes Jahr ein Kredit über 2,184 Millionen Euro aufgenommen werden. Die neue Kämmerin beantwortete alle Fragen sehr fundiert, was dem Gremium nicht nur ein Dank, sondern auch ein Applaus wert war.
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