Aus der Geschichte lernen

Norbert Veitenhansl, Vorsitzender der Krieger- und Soldatenkameradschaft Schönsee, erinnerte am Kriegerdenkmal in Schönsee an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft und bat, aus der Geschichte zu lernen. Bild: mmj
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Schönsee
14.11.2016
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Kriegerdenkmal - eine Stätte, die an die Menschen erinnern, die durch Krieg und Gewaltherrschaft starben. Aber auch ein Ort, um an jene zu denken, die sich für den Erhalt des Friedens und der Freiheit einsetzen.

r Land. Schneetreiben herrschte am Freitagabend in Dietersdorf beim Auftakt der Feierlichkeiten zum Volkstrauertag in der Stadtgemeinde. Nach dem Gottesdienst versammelte sich die Feuerwehr und die Bevölkerung an den Gedenktafeln bei der Kirche, um sich der Toten zu erinnern.

Die Ortsvereine mit ihren Fahnenabordnungen standen am Samstag auch in Gaisthal nach der heiligen Messe am Kriegerdenkmal. Josef Fleißer, Kommandant der Feuerwehr, erinnerte an die ursprüngliche Form des Volkstrauertages und verlas die Namen der in beiden Weltkriegen Gefallenen und Vermissten. Für die Feuerwehr legte Vorsitzender Alois Sorgenfrei einen Kranz nieder.

In Schönsee gedachten am Sonntag ein Ehrenzug des Panzergrenadierbataillons 122, Vereinsabordnungen und die Bevölkerung der Toten durch Gewalt und Kriegsherrschaft. Wie bei den Feierlichkeiten an den Tagen zuvor stellte am Sonntag Stadtpfarrer Wolfgang Dietz die Frage, wann endlich Hass und Krieg besiegt werden. Mutige Friedenswege, die Bereitschaft zu Versöhnung einschließen, seien zu wagen. Im Gedenken an die Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege legte Bürgermeisterin Birgit Höcherl, wie bereits zuvor in Dietersdorf und Gaisthal, einen Kranz nieder. Es falle oft schwer, so die Bürgermeisterin in ihren Ansprachen, mit den uns Tag für Tag ereilenden Schreckensmeldungen umzugehen. Frieden stiften sollte jedermanns Sache sein. Nicht nur Waffen, Panzer und Raketen, sondern auch die weltumfassenden technischen Möglichkeiten im world-wide-web sorgen oft für Zwietracht untereinander. Dennoch müssten positive Gedanken und Handlungen unser Leben bestimmen.

Hauptmann Stefan Horky, vom Panzergrenadierbataillon 122, sah den Volkstrauertag unverzichtbar zum Gedenken an die Opfer der Vergangenheit sowie als Mahnung für die Gegenwart und die Zukunft. Stabsfeldwebel Norbert Veitenhansl, Vorsitzender der Krieger- und Soldatenkameradschaft, stellte die Frage, wie sich der Frieden angesichts von Flüchtlingskrise, von Millionen von Menschen auf der Flucht heute darstelle. Zusätzlich werde unser Friede aktuell von großen Säbelrasseln zwischen den Weltmächten begleitet. Am Kriegerdenkmal solle man auch an jene denken, die sich für Erhalt von Frieden und Freiheit einsetzen.

Mit Nato-Partnern werden Soldaten der Grenzlandkaserne in wenigen Monaten in Litauen mit Truppen üben, weitere werden zur Erfüllung der Kfor-Mission in den Kosovo verlegt. Am Kriegerdenkmal seien wir alle aufgefordert aus der Geschichte zu lernen und die Gegenwart bewusst wahrzunehmen. Zum Gedenken an die Toten legten auch Hauptmann Stefan Horky und Norbert Veitenhansl einen Kranz nieder. Alle drei Gedenkfeiern wurden von der Grenzlandblaskapelle Dietersdorf musikalisch begleitet. Den Abschluss bildete an den Gedenkstätten, die von Soldaten der Bundeswehr flankiert waren, das Lied vom guten Kameraden und das Deutschlandlied.
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