Bei Hegeschau über 220 Gehörne präsentiert
Mit Abschusszahlen im Soll

Blickfang bei der Hegeschau in der Aula der Grundschule waren die ausgestellten 221 Rehgehörne aus den Revieren der einzelnen Hegegemeinschaften der Kreisgruppe Oberviechtach. Die Trophäen erregten viel Aufmerksamkeit und sorgten für Diskussionsstoff bei den Weidmännern und ihren Gästen. Bild: gl
Vermischtes
Schönsee
25.04.2016
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Kreisjagdberater Herbert Krauthann hat den Weidmännern der Kreisgruppe Oberviechtach ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt. Bei der Hegeschau in der Aula der Schönseer Grundschule präsentierten die Jäger über 200 Gehörn-Trophäen.

/Oberviechtach. Nach dem Musikstück "Begrüßung" durch die Jagdhornbläser, eröffnete Alexander Flierl, Vorsitzender der Kreisgruppe Oberviechtach im Bayerischen Jagdverband, den Abend. Er stellte den verpflichtenden Charakter der Hegeschauen für die Pirschgänger heraus und sah sie als Ausdruck des Dialogs zwischen Jagdgenossenschaften und Jägern. Den Einhalt der Abschusspläne bezeichnete Flierl als "angewandten Naturschutz".

Bürgermeisterin Birgit Höcherl würdigte die Zusammenarbeit zwischen Kreisgruppe und Grundschule bei Aufbau und Organisation der Hegeschau. Sie wünschte den Jägern bei der Erfüllung ihrer Aufgaben für die Natur viel Freude und Entspannung. Reinhold Witt, Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, stellte die Verdienste der Jäger beim Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt heraus. Er würdigte die gegenseitige Zusammenarbeit und den sachlichen Austausch zwischen Jägern und Waldbesitzern. Er versicherte, dass seine Behörde den Weidmännern weiterhin als Partner zur Seite stehen werde.

Abschuss konstant halten

Forstdirektor Alwin Kleber erwähnte die tragbaren Ergebnisse aus dem Verbissgutachten als Begründung für die weitgehende Beibehaltung der Abschusszahlen. Er ging auf die Waldbewirtschaftung durch Mischkulturen ein, und bat darum, Umzäunungen als Schutzmaßnahmen zu vermeiden. Zusätzlich machte sich Kleber für den Dialog zwischen Jägern und Grundstücksbesitzern stark. Hans Wilhelm, Kreisvorsitzender des Bayerischen Bauernverbandes, bezeichnete die Hegeschauen als nach wie vor wichtig und begrüßte die guten Ergebnisse des jüngsten Verbissgutachten. Dies sei deutliches Indiz dafür, dass die Jägerschaft gewillt sei, ihre Aufgaben zu erfüllen.

Kreisjagdberater Herbert Krauthann sah die Einhaltung der Abschusszahlen im Laufe des dreijährigen Abschussplanes - besonders bei Rehwild - als verantwortungsvoll und "für die Wilddichte angepasst". Im Bereich der Hegegemeinschaft seien 2278 Exemplare Rehwild vorgegeben und 1758 erlegt worden. Weitere 347 Tiere fielen als Fallwild überwiegend dem Straßenverkehr zum Opfern, so dass der Abschussplan letztendlich zu 92,41 Prozent erfüllt worden sei. Die körperliche Verfassung der Tiere war auch aus den zur Hegeschau angelieferten 221 Gehörnen ersichtlich. Diese sei dem jeweiligen Alter angepasst gewesen.

Vom Rotwild (Hirsche und Sikawild) gab es in Grenznähe eine Strecke von 71 Stück, obwohl der Landkreis eigentlich als rotwildfrei gilt. Die Situation beim Schwarzwild habe sich dramatisch verschlechtert. Hier erhöhte sich die Abschusszahl im Bereich der Kreisgruppe um 49, im Landkreis gar um 300 auf 2147 Exemplare. Daneben gab es noch Jagderfolge beim Niederwild: In der Kreisgruppe wurden 48 Feldhasen, 446 Füchse, 21 Steinmarder, 6 Baummarder, 6 Iltisse, 31 Dachse, ein Waschbär, 17 Fasane, 7 Ringeltauben, 5 Kanadagänse, 5 Reiherenten, 259 Stockenten, 127 Elstern, 95 Eichelhäher und 296 Rabenkrähen, 82 Graureiher sowie ein Biber und ein Kormoran erlegt. Sämtliche Zahlen wertete Krauthann als Ausdruck für ein harmonisches Jagdverhalten und sah die Pflichten der Jäger als in hohem Maße erfüllt an.

Finale mit Hornsignalen


Eine deftige Brotzeit mit Würsten und Leberkäse aus Wildbret bildete den kulinarischen Schlusspunkt der Hegeschau. Schließlich setzten die Jagdhornbläser um Hornmeister Stephan Vogel ihre Instrumente zum Verblasen der Strecke an. Neben Signalen wie "Hirsch tot", "Sau tot" und - neu - "Sikawild tot" , brachten sie weitere jagdliche Melodien zu Gehör.
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