Erfüllende Aufgaben als Betreuer

Über den Bedarf an ehrenamtlichen Betreuern diskutierten Heimleiter Christian Hien, Christine Lehmer (Betreuungsstelle) und ehrenamtlicher Helfer Bruno Fakler mit Rita Sebald und Waltraud Bretter vom Betreuungsverein (von rechts). Bild: gl
Vermischtes
Schönsee
17.05.2016
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Etwa 70 Prozent der rund 2800 pflegebedürftigen Personen im Landkreis werden ehrenamtlich betreut. Doch der Bedarf ist nicht gedeckt. Die Betreuungsstelle informierte in Schönsee über die Aufgaben und machte Lust darauf, sich für dieses Ehrenamt zu entscheiden.

Das "Haus Jägerhof" der Dr. Loew Soziale Dienstleistungen in Schönsee war ein idealer Veranstaltungsort, um die Leistung Ehrenamtlicher aufzuzeigen. Die Betreuungsstelle des Landratsamtes und der Betreuungsverein Schwandorf hatten dort einen Informationstermin anberaumt, um auf aktuelle Entwicklungen aufmerksam zu machen.

Eine Diskussionsrunde setzte sich zusammen aus dem gastgebenden Heimleiter Christian Hien, dem aktiven Ehrenamtlichen Bruno Fakler, Christine Lehmer von der Betreuungsstelle sowie Waltraud Bretter und Rita Sebald vom Betreuungsverein. Bruno Fakler wartete mit einem aktuellen Bericht über die Situation eines ehrenamtlichen Helfers auf. Demnach werden etwa 70 Prozent der 2800 pflegebedürftige Personen im Landkreis ehrenamtlich betreut. Dabei seien die Familienangehörigen zusätzlich gefordert. An einem konkreten Beispiel zeigte Fakler auf die Bedeutung einer persönlichen Vorsorgevollmacht auf.

Persönlicher Kontakt


Von Heimleiter Christian Hien war zu erfahren, dass die in der Pflegeeinrichtung "Jägerhof" befindlichen 42 Bewohner mit geistiger Behinderung von 14 ehrenamtlichen Betreuern versorgt werden, dazu kommen 12 Berufsbetreuer mit unterschiedlichen Aufgabengebieten. Besonders wichtig für die Pflegebedürftigen seien persönliche Kontakte und Ansprechpartner bei gesundheitlichen Problemen und deren Behandlung. Ansprechpartner für die ehrenamtlichen Betreuer selbst - auch in Rechtsfragen - sind die Beratungsstelle des Landratsamtes oder die jeweiligen Heimleiter. Dort stehe kompetentes Personal zur Verfügung. Die Betreuungsstelle (Telefon 09431/471-277 oder 471-125)ist ständig bemüht, ehrenamtliche Betreuer zu gewinnen, damit bei hohem Bedarf nur in Einzelfällen auf die Berufsbetreuer zurückgegriffen werden muss. Ein Ehrenamtlicher erhält vom Betreuungsgericht eine jährliche Aufwandsentschädigung von 399 Euro, die beim Berufsbetreuer wesentlich höher ausfallen würde. "Leider stellen sich im östlichen Bereich des Landkreises nur wenige Ehrenamtliche zur Verfügung", bedauerte Christine Lehmer von der Betreuungsstelle.

Anlaufstelle für Interessenten an dieser erfüllenden Aufgabe ist der Betreuungsverein Schwandorf, Ohmstraße 26 (Telefon 09431/41866) oder die Betreuungsstelle des Landkreises. Der Betreuungsverein bietet Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch sowie Fortbildungsveranstaltungen und Einführungsabende an und steht jederzeit für eine Beratung zur Verfügung.

Zum Abschluss der Informationsveranstaltung drückten sowohl Christine Lehmer (Betreuungsstelle), als auch Waltraud Bretter und Rita Sebald (Betreuungsverein) die Hoffnung aus, dass sich weitere Personen für diese Aufgabe entscheiden.
Leider stellen sich im östlichen Bereich des Landkreises nur wenige Ehrenamtliche zur Verfügung.Christine Lehmer
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