Festgottesdienst zum 70. Geburtstag der Kolpingfamilie
Kolping bleibt als Vorbild aktuell

Pfarrer und KF-Präses Wolfgang Dietz zelebrierte mit Bezirkspräses Hannes Lorenz (links) und BGR Josef Most (rechts) den Festgottesdienst zum Jubiläum der Kolpingfamilie. Bild: mhö
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Schönsee
20.09.2016
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Fahnen- und Bannerabordnungen von Vereinen und Kolpingfamilien zogen zu Beginn des Festgottesdienstes in die Pfarrkirche ein. Bild: mhö

Mit einem Festgottesdienst feierte die Kolpingfamilie ihr 70-jähriges Bestehen. Die Messe in der Pfarrkirche zelebrierten drei Geistliche, die alle in enger Verbindung zum Gesellenverein stehen.

Den feierlichen Einzug der Fahnen, Kolpingbanner, Ministranten und Geistlichen in das Gotteshaus begleiteten Orgel- und Trompetenklänge. Zum Gottesdienst waren auch örtliche Vereinsabordnungen und Mitglieder des Kolpingwerks aus dem Bezirk Schwandorf gekommen. Den Altar zierte ein mit Blumen und Blättern gefertigtes Kolpingzeichen.

Jesus als Mittelpunkt


Dem Anlass entsprechend, waren unter den Messdienern Kolpingmitglieder, dabei hatten sich auch ältere KF-Angehörige das liturgische Gewand wieder übergestreift. Zelebriert wurde der Gottesdienst durch Stadtpfarrer und Präses Wolfgang Dietz, Bezirkspräses Hannes Lorenz und BGR Josef Most, der von 1974 bis 1976 Präses in Schönsee war. Für Pfarrer Dietz war dieser Gottesdienst ein würdiger Anlass, das 70-jährige Bestehen zu begehen. Für Adolph Kolping sei Jesus Christus der Mittelpunkt des Lebens gewesen. In der Predigt skizzierte der Präses das Leben des Gesellenvaters. Sein Werk sei in einer Zeit des Umbruchs und vieler sozialen Krisen entstanden.

Anders als die damaligen Reformer Engels und Marx sei Kolping nicht den Weg der Revolution und des Klassenkampfes, sondern den Weg der inneren Erneuerung gegangen. "Er hatte keine Welteroberungs- und -verbesserungspläne, sondern wollte die Menschen vor Ort erreichen." Dabei sei ihm der christliche Glaube nicht Ersatz für ein Nachdenken und Erforschen der wirtschaftlichen Gegebenheiten, sondern fester Bezugspunkt für sein Handeln gewesen. Glaube gebe nach wie vor den Impuls, aus der Vergangenheit zu lernen, sich in der Gegenwart zu bewähren und die Zukunft vertrauensvoll in Gottes Hand zu legen. Kolpings Lebenseinstellung sei noch heute aktuell und könne als Vorbild richtungsweisend sein.

Kerzen für Verstorbene


In den Fürbitten wurde den innerhalb der vergangenen zehn Jahre verstorbenen Präsides Ludwig Pramps und Hans Buchner sowie der Mitglieder Karl Brenner, Johann Zwick, Josef Bronold und Richard Dietl gedacht. Für jeden wurde nach deren Namensnennung eine Kerze entzündet und von Kolpingkindern zum Altar gebracht.

Zum Schluss ertönte das gemeinsam gesungene Kolpinglied, bei dem sich die Mitglieder die Hände reichten. Präses Wolfgang Dietz dankte der Kolpingfamilie für ihren Einsatz bei verschiedensten Anlässen in der Pfarrei während des Kirchenjahres. Der Dank wurde von den Gottesdienstbesuchern mit Beifall quittiert. Dem Festgottesdienst schloss sich in der Gewölbehalle des CeBB ein geselliger Abend an (Bericht folgt).

HintergrundGeboren im Jahr 1813, erlernte Adolph Kolping nach der Schulzeit das Schusterhandwerk. Anschließend machte er Abitur und studierte Theologie in München, 1845 folgt die Priesterweihe.

Vier Jahre später wurde er zum Domvikar in Köln ernannt und gewann dadurch für den in Elberfeld gegründeten Gesellenverein die Basis für sein Werk. Innerhalb weniger Jahre breiteten sich diese Vereine über ganz Deutschland aus. Gesundheitlich, im Alter von 51 Jahren, schwer angeschlagen, befand sich Adolph Kolping auf dem Höhepunkt seines Schaffens, 1865 verstarb er. (mmj)
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