Für Paten mächtig ins Zeug gelegt

Ein Prosit auf die Patenschaften (von links): Sandro Schwarz (Dietersdorf), Michael Riedl (Stadlern), Xaver Bayer, Bernhard Wild und Hubert Flöttl trinken mit Stadlerns Kommandant Peter Reier (vorne links) und Dietersdorfs Kommandant Georg Bayer auf ein Gelingen des Gründungsjubiläums der Schönseer Feuerwehr. Bilder: mhö (2)
Vermischtes
Schönsee
18.10.2016
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Festdamen kredenzten in Dietersdorf Weißbier. Wenn auch umständlich, aber die Gläser wurden geleert und kein Tropfen ging daneben.

"Vor dem Preis - rinnen muss der Schweiß!" Der Preis für die Feuerwehr Schönsee war beim Patenbitten in Dietersdorf und Stadlern das "Ja" der Nachbarwehren für ihren Wunsch, aber die Schönseer mussten sich dafür mächtig ins Zeug legen.

Erste Station war am herrlichen Nachmittag des Kirchweihsonntags beim Feuerwehrgerätehaus in Dietersdorf. Vorsitzender Sandro Schwarz erwartete mit seinen Feuerwehrleuten die Delegation aus Schönsee. Mit der Grenzlandblaskapelle kam die gesamte Führungsriege, die Festmädchen und -damen, die Mitglieder, Schirmherr Josef Irlbacher, Ehrenschirmherr Siegfried Hammerer und Bürgermeisterin Birgit Höcherl.

150-Jähriges


Wenn im Mai kommenden Jahres das 150-jährige Gründungsfest gefeiert wird, so Vorsitzender und Festleiter Xaver Bayer, brauche man dazu einen Ehrenpatenverein. Dass man miteinander feiern könne, hätten beide Wehren schon vor Jahren, außerdem mit der Pflege der Kameradschaft, bewiesen. Wie ernst es mit der Bitte sei, beweise der große Aufmarsch an diesem Nachmittag. Für die Erfüllung von Aufgaben sei der Jubelverein gerne bereit. In Mundart und Versform gab es von den Vorsitzenden der drei beteiligten Feuerwehren die Zwiegespräche untereinander.

Die Dietersdorfer, so Vorsitzender Sandro Schwarz, hätten Sinn für Gastfreundschaft und man wolle die Bitte nicht ausschlagen. Mit einem Schnapserl werde die ganze Angelegenheit an diesem Nachmittag gelöster. Xaver Bayer und Bernhard Wild trieb es beim anschließenden Durchsägen eines Baumstamms dennoch die Schweißperlen auf die Stirn. Als Bittsteller, so die Antwort des Dietersdorfer Feuerwehrvorstands Sandro Schwarz, habe man dazu gleich mehr Sympathie, wenn man beim Bitten in die Kniee geht. Die Nachbarwehr hatte ein Kantholz vorbereitet, mit dem dann Xaver Bayer, sein Stellvertreter Bernhard Wild und Kommandant Hubert Flöttl Bekanntschaft machen mussten.

Drei Gläser, in einem Brett befestigt und mit Weißbier gefüllt, servierten dann Festdamen und das Trio bewies dabei seine Trinkfestigkeit. Zusammen mit dem Ehrenpatenverein ging es weiter nach Stadlern. Im Grenzort baten die Schönseer die dortige Wehr um die Übernahme der Patenschaft. Wie zuvor in Dietersdorf trug Festleiter Xaver Bayer das Anliegen den Stadlernern vor. Feuerwehrvorsitzender Michael Riedl ließ die Zusage in seiner Antwort durchblicken, aber, wenn man fünf Tage feiern wolle, müssen ebenso viele Aufgaben bewältigt werden. Als erstes war mit löchrigen Eimern eine Feuerstelle zu löschen. Zur Überraschung aller wurde aber kurzerhand ein Schubkarren zum Löschfahrzeug umfunktioniert und damit die Lösung der Aufgabe vereinfacht.

Anschließend waren Getränke für eine Abordnung aus den Reihen der Schönseer bereit gestellt. Gab es für Xaver Bayer, Bernhard Wild und Hubert Flöttl Alkoholisches, durften Theresa Flöttl von den Festdamen Essiggurkensaft und Bürgermeisterin Birgit Höcherl Buttermilch genießen. Dritte Aufgabe war das Kuppeln von Saugschläuchen. Dies mussten vier Feuerwehrler mit verbundenen Augen unter Leitung von Kommandant Hubert Flöttl bewältigen, das unter dem Beifall der vielen Zuschauer auch gelang. Knifflige Fragen über die Feuerwehr Stadlern gehörten zur vierten Aufgabe. Da nicht alle erfolgreich beantwortet werden konnten, lag als letztes Hindernis ein Baumstamm zum Durchsägen bereit.

Ausgiebig gefeiert


Nachdem diese Forderung erledigt war, zogen alle ins Gerätehaus und das davor aufgebaute Zelt ein. Dort wurden unter dem Applaus die Zusage zur Übernahme der Paten- und Ehrenpatenschaft von Michael Riedl und Sandro Schwarz nochmals bestätigt. In ihren Grußworten stellten Schirmherr Josef Irlbacher und Ehrenschirmherr Siegfried Hammerer die Bedeutung der Wehren für die Bevölkerung und den Zusammenhalt untereinander heraus.

Die Patenvereine hätten sich hervorragend präsentiert. Schönsees Bürgermeisterin Birgit Höcherl hob die Bedeutung einer Patenschaft hervor und Stadlerns Gemeindeoberhaupt Gerald Reiter freute sich, dass die Aufgaben mit Humor erledigt wurden.
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