Heimatverein Plöß hält Rückschau
Ein neuer Ort der Erinnerung

Bei der Herbstversammlung des Heimatvereins stand die neue Kapelle in Ples (Plöß) ganz oben auf der Tagesordnung. Von Jesuitenpater Cyril John aus Prag und dem Ruhestandsgeistlichen Josef Thomis (Landau an der Isar, rechts) war das kleine Gotteshaus am 25. Juni eingeweiht worden. Bild: mmj
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Schönsee
09.10.2016
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Die neue Kapelle in Ples (Plöß) war Hauptthema bei der Herbstversammlung des "Heimatverein Plöß". Das kirchliche Kleinod war am 25. Juni in Anwesenheit vieler ehemaliger Bewohner von Plöß, Rappauf und Wenzelsdorf eingeweiht worden. Aber auch tschechische Staatsangehörige feierten mit.

-Dietersdorf. Als besonderes Ereignis während der vergangenen sechs Monate bezeichnete Versammlungsleiter Michael Lutz die Einweihung der Kapelle im Juni dieses Jahres (NT berichtete). Der Gedanke zur Errichtung stammte vom früheren Vorsitzenden Gottfried Leibl und von Kassier Alfred Drachsler. Nach Gesprächen mit Marek Hrusa, Eigentümer des Gasthauses in Ples (Plöß), nahm sich dieser der Idee an und errichtete auf dem Areal der früheren Pfarrkirche eine Kapelle. Dafür wurde Hrusa für sein Engagement besonderer Dank ausgesprochen.

Einsatz rund um die Kapelle


Den kirchlichen Segen erhielt die Kapelle von Ruhestandspriester Josef Thomis (Landau/Isar) und dem tschechischen Pater Cyril John vom Jesuitenhaus in Prag. Für die Innenausstattung der Kapelle haben ehemalige Bewohner oder deren Nachkommen verschiedene Gegenstände zur Verfügung gestellt. Für das optische Erscheinungsbild sorgen aktuell Gudrun Wehr und Renate Wild. Aus organisatorischen Gründen ist der Schlüssel im nahe gelegenen Wirtshaus von Marek Hrusa hinterlegt.

Aus den Reihen der Teilnehmer kam der Vorschlag, ein Besucherbuch in der Kapelle aufzulegen. Ebenso wird die Anbringung einer Gedenktafel erwägt. Das Treffen früherer Bewohner von Plöß am 15. August in Friedrichshäng nutzten viele zu einem Besuch der neuen Gebetsstätte. Verständlich, dass dabei so manche Erinnerung an die Kinder- und Jugendzeit wieder wachgerufen wurde. Gudrun Wehr, Friedrichshäng, berichtete über umfangreiche Pflegemaßnahmen am Friedhof, bei der Kapelle, an der Johannes-Statue und bei den Gedenksteinen in Friedrichshäng, die von ihr und Renate Wild erledigt wurden. Im Bereich des Gottesackers mit den Fundamenten der früheren Friedhofskirche und dem Gedenksteinplatz seien intensivere Arbeiten erforderlich. Zu einem Arbeitseinsatz meldeten sich einige Mitglieder, die Vereinsführung wird diesen koordinieren. Der Platz beim Gedenkstein im ehemaligen Wenzelsdorf (Václav) wird von Wenzel und Elsa Licha sauber gehalten.

Pfarrer BGR Michael Reitinger, der vor der Versammlung einen Gottesdienst in der Ortskirche zelebrierte, dankte den Mitgliedern für die Pflege und den Erhalt der Gedanken an die frühere Heimat. Die Heimat vergesse man ein Leben lang nicht, für die Mitglieder des Heimatvereins Plöß berge die Erinnerung daran auch ein trauriges Kapitel in der Geschichte.

Neuwahlen stehen an


Michael Lutz gab die Bitte an die Runde, sich nach alten Bildern mit Personen oder Häusern umzusehen, um eine Dokumentation zu Plöß und Umgebung zu bereichern. Bei der Frühjahrsversammlung 2017 wird turnusgemäß die Wahl einer neuen Vorstandsmannschaft auf der Tagesordnung stehen Der Termin wird in der zweiten Aprilhälfte im Gasthaus Waldblick, Dietersdorf, festgelegt.
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