Ideale Futterstreifen

Wie das Wild in Zeiten intensivierter Landwirtschaft überleben kann, beleuchtete Erich Pfeilschifter in seinem Vortrag bei der Hegeschau Bild: gl
Vermischtes
Schönsee
29.04.2016
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Jäger bauen auf eine intakte Natur. Sie sorgen aber nicht nur mit der Reduzierung des Wildes für ein Gleichgewicht, sondern kümmern sich auch um den Lebensraum der Tiere. Was hier wichtig ist, erfuhren sie bei der Hegeschau von einem Experten.

"Intensive Landwirtschaft und Wildlebensraum - geht das?": Diese Frage nahm Erich Pfeilschifter bei der Schau des Kreisverbandes der Jäger in der Schönseer Volksschule unter die Lupe. Der Referent durchleuchtete besonders die Möglichkeiten und neuesten Auflagen im Förderprogramm "Greening" hinsichtlich Anbau, Kulturen und Fruchtfolgen.

Für Dauergrünland


Dabei war der Erhalt von Dauergrünland, insbesondere in FFH-Gebieten und Vorrangflächen ein Thema, wobei er die Gewichtungsfaktoren auflistete. Dazu gehören auch Stilllegungen von Landschaftselementen in Pufferstreifen. Pfeilschifter verwies auch auf den Anbau von Leguminosen zur Bodenverbesserung und merkte an, dass hier auch eine entsprechende Sortenwahl wichtig ist.

Der Fachmann verdeutlichte, dass auch Blüh- und Futterstreifen (Grünbrache) sowie Gewässer- und Erosionsschutzstreifen angelegt werden können. Als nicht ideal erachtete er dabei wechselnde Blühstreifen an Waldrändern und in der Feldflur.

Bessere Böden


Eine Bodenverbesserung für Struktur und Durchlüftung könne helfen, Erosionen zu vermeiden. Wie so etwas funktioniert, demonstrierte er in Bildbeispielen. Auf den Anbau von Zwischenfrüchten müssten neue Hauptkulturen folgen, forderte er. Chemischer Pflanzenschutz sei grundsätzlich verboten.

Pfeilschifter zeigte auf, in welchen zeitlichen Abständen gemulcht werden sollte und wie Vegetationslücken geschlossen werden können. Entscheidend sei oft auch die Wurzeltiefe, stellte er klar. Hinweise auf das Antragswesen, Fördermöglichkeiten und deren Höhe bildeten den Schluss des Vortrags. Kreisvorsitzender Alexander Flierl revanchierte sich für das Know-how mit einem Geschenk und dankte Pfeilschifter für seine Ausführungen.
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