Imkerverein Schönsee zieht Jahresbilanz
Imkerherz lacht über Rekordernte

Vorsitzender Michael Völkl (von rechts) freut sich über die mit Schulungsmappen versehenen Jungimker Christian Ostermeier, Wolfgang Kleber und Jürgen Nirschl. Referent Markus Feiner (links) wartete bei der Jahresversammlung des Imkervereins Schönsee mit vielen Infos auf. Bild: gl
Vermischtes
Schönsee
09.03.2016
59
0

Bei einem Durchschnittsalter von 65 Jahren verfügt der Imkerverein Schönsee und Umgebung über 20 aktive Imker, die insgesamt 223 Bienenvölker betreuen. Sechs Jungimker könnten nach einer "Probezeit" bald dazugehören.

Ein aktives Vereinsjahr wurde bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Haberl offengelegt. Fachberater Markus Feiner informierte über die Frühlingsabreiten am Bienenstand. Imkervereins-Vorsitzender Michael Völkl begrüßte besonders Ehrenvorsitzenden Egon Dirscherl und die Ehrenmitglieder Johann Baier und Georg Ebenhöch.

Zahlreiche Aktivitäten


Er verwies zunächst auf die zwölf Monatsversammlungen, wozu Fachreferenten verpflichtet wurden. Erfolgreich war das Imkern auf Probe, bei dem Jungimker in die Grundkenntnisse der Imkerei eingeführt wurden. Dazu kam ein gut angenommener Honigkurs und die Unterweisung zu den Tätigkeiten am Bienenstand, von der Frühjahrsentwicklung bis zur Schwarmverhinderung und zur Honigernte. Zu den Aktivitäten gehörte auch der Besuch der Kreisversammlung, ein Ausflug zum Bayerischen Imkertag und der Besuch beim Oberpfälzer Imkertag in Aschach sowie beim Imkerfest beim Nachbarverein Eslarn und die Teilnahme an einer Waldtrachtschulung. Beim Bürger- und Seefest in Schönsee und beim Frauentag in Stadlern präsentierte man recht erfolgreich die "Suppenkuchl" und Imkerprodukte. Informationen wurden bei einem Honigkurs, einem Königinnen-Zuchtkurs sowie zur Varroa-Behandlung und zu Bienenkrankheiten vermittelt.

Dazu wurden Sammelbestellungen für Futter, Varroamitteln, Bienenkästen und Imkermaterial organisiert und ein Jahresprogramm für 2016 erstellt. In dieses sind wieder Monatsversammlungen, Fachvorträge, Mitgliederwerbung und Neuimkerförderung, sowie die Öffentlichkeitsarbeit eingebunden. Zum Bienenjahr 2014/2015 merkte der Vorsitzende an, dass dieses mit einer schwierigen Phase bei der Überwinterung verbunden war und der Varroabefall seinen Tribut forderte. Bei verzögerter Frühjahrsentwicklung gingen die Völker erstaunlich stark in die Kirschblütentracht. Die Honigbeuten konnten normal für die Blütentracht, bei Obstbäumen und Löwenzahn aufgesetzt werden.

Schwärme vermisst


Im Mai war großer Schwarmlust festzustellen, zugleich erfolgte ein schneller Übergang zur Waldtracht. Davon wurden die Waben schnell mit dem dunklen Gold gefüllt und die Honigschleudern mussten mehrfach in Betrieb gesetzt werden. Über die sich ergebende Rekordernte lachte das Imkerherz sowie über die sechs Wochen andauernde Waldtracht. Bei gezielter Varoarbehandlung erholten sich die Völker trotz großer Hitze gut von der Schwerstarbeit. Damit und mit einer Restmilbenbehandlung gingen sie in den Winter. Das neue Imkerjahr wird sicher wieder Probleme bringen. Der Vorsitzende erwähnte dabei den gefährlichen Beutenkäfer (Bienenparasit) und die mögliche Einwirkungen der Industrie auf die Imkerei. Zum Ablauf der Versammlung gehörten auch die Berichte des Lager- und Gerätewartes für die umfangreichen Bestände.

Schließlich wurden mit Christian Ostermeier, Jürgen Nirschl und Wolfgang Kleber drei Neuimker vorgestellt und ihnen die Schulungsmappen übergeben. Fachwart Markus Feiner stimmte mit seinem Vortrag über "Frühjahrsarbeiten und Durchlenzung" auf das Imkerjahr und eine abschließende rege Diskussion ein.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.