Internationale Züchter treffen sich im Schönseer Gestüt
Hengst auf Reisen

Das Schönseer Gestüt "Nedschd Arab" hatte zu einer Schau eingeladen. Die Araberpferde aus eigener Zucht begeisterten die von weither angereisten Pferdefreunde. Bild: Petra Hartl
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Schönsee
04.11.2016
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Araberpferde aus dem Schönseer Land? Seit 14 Jahren züchten Gabriele Schuster und Dr. Ferdinand Denzinger diese in ihrem Gestüt "Nedschd Arab". Star ist der 2005 geborene Hengst "Nedschd Mansour", ein Champion, der bei Schauen die Preise abräumt und nun als Zuchthengst ins älteste deutsche Staatsgestüt nach Marbach geht.

Mitglieder und Freunde vom "Asil Club" fanden sich heuer zu einem Jahrestreffen am Drechselberg in Schönsee ein. "Die rund 60 Pferdefreunde waren fasziniert von der wunderschönen Landschaft in unberührter Natur entlang der tschechischen Grenze", berichtet Dr. Denzinger. Nicht minder beeindruckt waren die teils von sehr weit angereisten Gäste von den Vollblut-Arabern rein ägyptischer Blutführung.

Züchterin Gabriele Schuster stellte Hengste, Stuten und Nachzucht in einer zweistündigen Präsentation vor. Besondere Freude bereiten die Nachkommen von "Nedschd Mansour", die die Ausstrahlung des Vaters, seinen extremen Kopf, die Geschmeidigkeit der Bewegungen und die hervorragende Oberlinie erbten. Mansour-Fohlen sind begehrt. Deshalb sind immer wieder Fremdstuten für einen "Kurzurlaub" im idyllisch-gelegenen Familiengestüt angemeldet.

Dr. Astrid van Velsen-Zerweck, seit 2007 Leiterin des Haupt- und Landgestüts Marbach, kommentierte die Schau mit fachkundigen Kommentaren. Das Gestüt gibt es seit über 500 Jahren; es ist der größte Ausbildungsbetrieb für Pferdewirte in Deutschland mit internationalem Ruf. Das ganze Jahr über ist Marbach Schauplatz hochkarätiger Zucht-, Sport- und Schauveranstaltungen. Dort wird jetzt auch der Araberhengst "Nedschd Mansour" zu bestaunen sein. "Wir leihen unseren Zuchthengst für zwei Jahre aus", berichtet Dr. Denzinger, Fachtierarzt für Pferde, nicht ohne Stolz. Die "Vertretung" kommt von weit her: Ein Arabisches Vollblut - direkt aus Ägypten vom Staatsgestüt El Zahraa in Kairo - wird am Drechselberg für edle Nachkommen sorgen.
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