Jagdgenossenschaft führt lebhafte Diskussion wegen Verbissschäden
Abschussplan wird nicht erhöht

Vermischtes
Schönsee
21.03.2016
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In den Revieren der Jagdgenossenschaft Gaisthal-Rackenthal haben Wildschweine im Vorjahr weniger Schäden in Maisfeldern verursacht. Bei der Mitgliederversammlung löste ein Vorschlag des Forstamtes lebhafte Diskussionen aus.

-Gaisthal. Im "Gaisthaler Hof" bedankte sich Jagdvorstand Martin Biegerl zunächst für die erneut sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Grundstücksbesitzern und den Jagdpächtern Peter Leibl und Mark Liebermann.

Einstimmig nahm die Versammlung die Empfehlung des Forstamtes an, den Abschussplan nicht zu erhöhen. Über den Spielraum nach unten oder oben sollten die Jagdpächter entscheiden und diesen in den Gebieten anwenden, wo es am meisten Sinn mache. Trotzdem gab es eine lebhafte Diskussion aufgrund der nicht unerheblichen Verbissschäden, die gerade bei Neupflanzungen beispielsweise am Frauenstein aufgetreten sind. Als Alternativen wurden eine Einzäunung der Bestände und der Schutz einzelner Baumpflanzen angesprochen. Aber eine zufriedenstellende Lösung, die das Wild nicht zu stark einzuschränken soll, sei mit wenigen Mitteln nicht zu erreichen.

Die gute Nachricht war, dass es wegen der Trockenheit im Sommer 2015 zu weniger Schwarzwildschäden in den Maisfeldern gekommen ist. Insgesamt aber soll der Schwarzwildbestand auch in Zukunft weiter begrenzt werden. Schwerpunkt im Vorjahr war die Fuchsbejagung, 70 von 100 geplanten Tieren wurden erlegt. Nachdem "Meister Reineke" keine natürlichen Feinde hat, erhöhe eine Reduzierung die Überlebenschancen der vielen Bodenbrüter. Jagdpächter Mark Liebermann regte an, sich in den nächsten Monaten mit diesem Thema näher zu befassen, ein Vortrag zu diesem Bereich sei geplant. Dabei können sich interessierte Mitglieder informieren und Erfahrungen austauschen.

Der Jagdvorstand bedankte sich bei Stefan Biegerl und seinem Vater, die in Eigenregie ein Teilstück eines Waldweges in Rackenthal instandgesetzt und auch das dafür notwendige Material gespendet haben. Die Verbesserung des Wegebaus wolle man Zug um Zug weiterführen, signalisierte Martin Biegerl. Er appellierte an die Jagdgenossen, den Pachtschilling nicht abzuholen, um weitere Wegebaumaßnahmen finanzieren zu können. Vor dem obligatorischen Wildessen wurde noch auf die geplante Hegeschau in Schönsee Ende April hingewiesen.
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