Jubilar empfängt an seinem Ehrentag zahlreiche Gratulanten - Einst als Zwangsarbeiter in die ...
Fiodor Adolin tanzt in sein 100. Lebensjahr

Verwandte, Freunde und Bekannte feierten mit Fiodor Adolin (vorne, Mitte) den 100. Geburtstag. Bild: mmj
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Schönsee
07.06.2016
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Schönsee/Lindau. In Baschkieren, einem östlichen Teil im europäischen Russland, wurde Fiodor Adolin am 4. Juni 1916 geboren. Im Kreis seiner Angehörigen, Freunden und Bekannten feierte der rüstige Jubilar nun seinen 100. Geburtstag.

Mit vier Brüdern und zwei Schwestern wuchs Fiodor Adolin in einfachsten Verhältnissen auf. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs kam er als Zwangsarbeiter über die Ukraine und Polen nach Deutschland. Bereits im Frühjahr 1942 wurde er als landwirtschaftlicher Arbeiter einem Bauernhof in Lindau zugeteilt.

Zu der Arbeit am Hof kam über das Kriegsende hinaus auch die Liebe hinzu: Im Jahr 1956 heiratete er Karoline Frischmann, die Tochter des Anwesens, in das er 1942 gekommen war. Später bauten sich beide ein Haus in seiner neuen Heimat und mit Sohn Georg und Tochter Maria war die Familie komplett. Im Arbeitsleben war der rüstige Jubilar auf mehreren Baustellen im Einsatz, dazu in einer Ziegelei und bis zum Eintritt in das Rentenalter in einer Weberei in Oberviechtach. Leider musste Fiodor Adolin mit seinen Angehörigen, inzwischen kamen die Enkel Anja und Christina dazu, seine Frau vor 15 Jahren zu ihrer letzten Ruhe begleiten. Vor 40 Jahren konnte er wieder Kontakt in seine russische Heimat aufnehmen. Seine beiden Schwestern sah er letztmals im Jahr 2002 bei einem Besuch in Russland. Drei Jahre später war er, wieder mit Sohn Georg, bei Neffen und Nichten in seinem Geburtsland.

Zu seinem runden Geburtstag gab es überaus viele telefonische und schriftliche Glückwünsche. Mit Freunden und Bekannten feierte er im Kreise seiner Angehörigen dieses besondere Fest, wozu Stadtpfarrer Wolfgang Dietz und auch Dr. Friedrich Feldmeier persönlich gratulierten.

Vor einem Jahr sagte ihm Bürgermeisterin Birgit Höcherl zu, dass sie zum "Hundertsten" mit Musik zu seinem Geburtstag komme. So brachten nun Musikanten ein Ständchen, dazu bewies der Jubilar mit Tochter Maria bei Tanzschritten seine Rüstigkeit. Musikalisch unterhielt Alfons Höllerl die Feier, auf der viele Bilder aus vergangenen Jahrzehnten so manche Erinnerung wachriefen. Dass Fiodor Adolin, bestens umsorgt im Familienkreis, das Interesse an Nachrichten in Funk und Fernsehen erhalten bleibt und dazu seine Tageszeitung lesen kann, wünschen wir dem Jubilar auch an dieser Stelle.
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