Klöppelausstellung im Centrum Bavaria Bohemia
Fokus auf Borte und Spitzen

Überdimensionales "Spitzen-Erlebnis": Eine besondere Attraktion bei der Eröffnung der Klöppel-Ausstellung waren die übergroßen Decken, die Marianne Vogl zur Verfügung gestellt hatte. Bilder: gl (2)
Vermischtes
Schönsee
28.05.2016
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Die filigran geklöppelten Exponate stießen auf großes Interesse.

Seit Jahren ist das Klöppeln ein Markenzeichen der Grenzregion. Von der Kirchenspitze bis zur Bänderspitze zeichnet sich die filigrane Handarbeit durch kunstvolle Darstellungsformen aus. Eine neue Ausstellung ruft diese Tradition erneut ins Bewusstsein.

Bei der Eröffnung der Präsentation im Raum "bb-forum" des Centrum Bavaria Bohemia stellte Frieda Roith, Sprecherin des Klöppelkreises Schönsee-Stadlern-Tiefenbach, heraus, dass die Spitzenklöppelherstellung in Schönsee und seinem Umland "schon seit vielen Jahren zu Hause ist". Dies werde durch die Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe "Klöppeln aktiv im Schönseer Land" auf besondere Art unter Beweis gestellt.

Blick in Klöppel-Historie


Roith blickte in der Historie zurück und erinnerte an die Eröffnung einer Staatlichen Klöppelschule vor 110 Jahren. Sie rückte auch den heimischen Musterzeichner Josef Spörl ins Blickfeld, der die Kreationen der eingesetzten Designerin Suse Bernut für die Praxis umsetzte.

Die Begrüßung der zahlreichen Ehrengäste übernahm Dritter Bürgermeister Josef Höcherl. Unter den Anwesenden galt besonders den Damen des Klöppelkreises sowie zahlreichen Klöpplerinnen aus Cham, Arnsdorf und Wildenau ein besonderes Willkommen. Ein Dank galt Marianne Vogl (Schwarzach) für die Bereitstellung alter und umfangreicher Klöppelarbeiten sowie Josef Köck, der bereits heute in seinem Klöppelshop einen Hutscha-Nachmittag anbietet. Besonders erwähnte er Frieda Roith mit ihren Damen vom Klöppelkreis, die nicht nur die Gäste bei der Eröffnung bewirteten, sondern sich auch bei der Arbeit über die Schulter schauen ließen.

Nachdem sich Landrat Thomas Ebeling in seinem Grußwort lobend über Qualität der gezeigten Handarbeiten geäußert hatte, wünschte er der Veranstaltung viele Besucher. Frieda Roith beleuchtete im Anschluss die Entwicklung des Spitzenklöppelns. Sie streifte Bänderspitze, Decken, Kirchenspitze, die Herstellung von Bekleidungsstücken und die letztendliche Entwicklung zur Handarbeitskunst, die sogar bis Amerika ausstrahle. Klöppelarbeiten und Dokumentationen darüber sind in Vitrinen im CeBB ausgestellt.

"Malerei trifft Spitze"


Roith erläuterte die von ihr selbst kreierten 18 Arbeiten, die im Treppenhaus des CeBB bewundert werden können und auch im angebotenen Klöppelkalender enthalten sind. Dazu kommen die im Raum "bb-Dialog" ausgestellten Exponate der Gruppe "Kunstsinnigerweise" unter dem Motto "Malerei trifft Spitze", wozu der Klöppelkreis das Grundmaterial bereitstellte. Die Initiatorinnen aus Pfreimd und Nabburg werden im Herbst einen Kurs anbieten und die produzierten Erzeugnisse bei den "Klöppeltagen 2017" ausstellen. Zur musikalischen Unterhaltung bei der Eröffnung spielte Tobias Eichstetter auf dem Akkordeon.

Während der nächsten Tage ist im Klöppel-Shop Köck die Ausstellung "Ich denk, ich steh' im Wald - Der geklöppelte Baum" zu sehen. Ein gewisser Höhepunkt soll der heutige Klöppel-Hutscha-Nachmittag werden, der von 13 bis 16 Uhr im Klöppel-Shop Köck stattfinden wird. Die bei der Ausstellung gezeigten Arbeiten erregten schon unmittelbar nach der Eröffnung viel Interesse, eine Besichtigung lohnt sich nicht nur für Klöpplerinnen.
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