"Klöppeln aktiv im Schönseer Land" stößt auf großes Interesse
Handarbeit mit vielen Facetten

Klöppelkreissprecherin Frieda Roith und Shop-Betreiber Josef Köck (von links) freuten sich über die gute Resonanz beim Klöppel-Hutscha-Nachmittag. Eine Vielzahl begeisterter Klöpplerinnen nutzte die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch.
Vermischtes
Schönsee
31.05.2016
127
0
 
Förderer Herwig Hauer (im Hintergrund) unterbrach beim Hutscha-Nachmittag das Fingerspiel am Klöppelsack und bediente die Drehorgel. Mit Musikstücken unterhielt er die Teilnehmer, unter denen sich auch seine Gattin Friederike befand. Bilder: gl (2)

Das Motto "Klöppeln aktiv im Schönseer Land" lockte erneut viele Freunde des "Spitzen-Handwerks" in die Region. Die Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe war sogar europaweit auf Interesse gestoßen.

(gl) Nach der Premiere der "Schönseer Klöppeltage" im Vorjahr - 2017 ist eine Neuauflage geplant - zeigte sich dabei erneut der hohe Stellenwert des Spitzenklöppelns. Nach der Eröffnung im Centrum Bavaria Bohemia (NT berichtete), rückten die dortigen Ausstellungen ins Blickfeld. Die Gäste kamen aus Slowenien und Holland sowie aus weiteren Nachbarländern. Eine Gruppe aus Krems (Österreich) blieb gleich einige Tage hier.

Malerei trifft auf Spitze


Bei den Ausstellungen handelte es sich um Exponate aus dem Jahreswettbewerb des Deutschen Klöppelverbandes unter dem Motto "Drunter und drüber". Zu sehen waren auch Kreationen der Gruppe "Kunstsinnigerweise", die unter dem Motto "Malerei trifft Spitze" Klöppelarbeiten in ihre Werke integrierten. Die Damen des Klöppelkreises Schönsee-Stadlern-Tiefenbach zeigten die Entwicklung der Spitzenklöppelei in der Region, stellten das Wirken der Designerin Suse Bernut sowie des heimischen Musterzeichners Josef Spörl vor. Frieda Roith, die Sprecherin des Klöppelkreises, präsentierte ihre Motive modernerer Art, die auch in einem alljährlich erscheinenden Klöppelkalender mit Klöppelbriefen (Vorlagen) enthalten sind.

In seinem Klöppelshop präsentierte Josef Köck in der Hauptstraße die Ausstellung "Der geklöppelte Baum - ich denk ich steh im Wald" und lud am Samstag zu einem Klöppel-Hutscha-Nachmittag ein. Klöpplerinnen, die ihren eigenen Klöppelsack mitbringen konnten, waren zum Austausch von Erfahrungen und Ideen eingeladen. Neben den Damen des Klöppelkreises hatten sich dazu 20 Frauen aus dem Erzgebirge, Pforzheim, München, Schwarzenberg und Jena eingefunden. Sie bekamen ein Präsent und durften sich bei der Bewirtung mit Kaffee und Kuchen sogar "gebackene Klöppelspitzen" schmecken lassen. Förderer Herwig Hauer aus Regensburg unterhielt mit Klängen aus der Drehorgel.

Eingebunden in das Programm von "Klöppeln aktiv" waren auch Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene zu verschiedenen Techniken dieser Handarbeitskunst. Erfahrene Dozentinnen wie Marianne Geißendörfer aus Uffenheim, Ulrike Lehner aus Burghaslach, Martina Wolter-Kampmann aus Wickede und Marcela Hovadová aus dem tschechischen Cervený Kostelec (Rothkosteletz) vermittelten ihre Kenntnisse.

Kurse das ganze Jahr über


Die Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe "Klöppeln aktiv im Schönseer Land" war somit wieder ein voller Erfolg. Besonders die Klöppelarbeiten aus der Entwicklungszeit mit den Staatlichen Klöppelschulen fanden wieder Beachtung. Daneben bietet die Tourist-Information Schönseer Land das ganze Jahr über Klöppelkurse an, wozu auch die Hilfsmittel wie Klöppel, Material und Klöppelsack bereitgestellt werden. Weitere Auskünfte und Infos dazu gibt es im Centrum Bavaria Bohemia, Telefon 09674/317, Fax 09674/91306, oder per E-Mail unter touristinfo@ schoenseer-land.de.

___



Weitere Informationen:

www.schoenseer-land.de
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.