Mit Aufklärungsquote zufrieden

Beim Gespräch der Polizeiinspektion Oberviechtach mit (von links) Verkehrsexperte Karlheinz Senft, Inspektionsleiter Robert Feuerer und seinem Stellvertreter Georg Pfannenstein sowie den Bürgermeistern Manfred Dirscherl (Weiding), Birgit Höcherl (Schönsee) und Gerald Reiter (Stadlern) im Rathaus wurde dem Schönseer Land eine gute Sicherheitslage attestiert. Bild: gl
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Schönsee
20.05.2016
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Im Schönseer Land geht es in Sachen Kriminalität deutlich ruhiger zu als anderswo. Ein Faktor trägt aber bei bestimmten Delikten doch dazu bei, dass der Polizei die Arbeit nicht ausgeht.

Beim Sicherheitsgespräch der zuständigen Polizeiinspektion Oberviechtach mit den Bürgermeistern des Schönseer Landes im Sitzungssaal des Rathauses wurde aber keine besondere Gefährdung für die Bürger deutlich.

Mit dem neuen Chef der Inspektion, Erster Polizeihauptkommissar (EPHK)Robert Feuerer, stellte sich zugleich ein alter Bekannter vor. Er war von 2004 bis zur Auflösung im Jahre 2007 Dienststellenleiter der Grenzpolizeistation Schönsee. Feuerer hat am 1. März Kriminalhauptkommissarin Martina Kronner als Interims-Chefin nach dem langjährigen Inspektionschef Hans Kiesl ablöst. Bürgermeisterin Birgit Höcherl, und ihre Kollegen Gerald Reiter (Stadlern) und Manfred Dirscherl (Weiding) sowie Polizeihauptkommissar Georg Pfannenstein und Verkehrsexperte Karlheinz Senft besprachen gemeinsam die aktuelle Lage.

Etwas mehr Delikte


Der Polizeichef berichtete, dass die Polizei in seinem Dienstbereich (Altlandkreis Oberviechtach) mit etwa 14 000 Bürgern im Vorjahr 336 Delikte registriert hat, geringfügig mehr als 2014, damals waren es 328.

Im Vergleich zum Landkreis und der Oberpfalz stehe man hier aber gut da. Besonders zufrieden zeigte er sich mit der Aufklärungsquote von rund 76 Prozent gegenüber 72,5 Prozent in Bayern. Bei leichtem Anstieg der Rohheitsdelikte um 13 Prozent gingen die Wohnungseinbrüche von 8 auf einen zurück. Die Diebstahldelikte blieben gleich, doch bei den Vermögens- und Betrugsdelikten gab es eine Steigerung. In Sachen Rauschgift gab es eine Reduzierung von 24 auf 19 Anzeigen. Auch was die Asylbewerber betrifft, blieben Probleme aus.

Als wichtige Säule in der Bekämpfung nannte Feuerer die Präventionsarbeit, wobei er auch die Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden, den Gemeinden und der Bevölkerung besonders lobend erwähnte. Sie würden zur Klärung von Straftaten und damit zur Sicherheit der Bürger beitragen.

Er nannte dabei auch Beispiele, die sich besonders auf Ereignisse an der Grenze bezogen. Es wurden auch einige interne Probleme angesprochen. Höcherl empfahl, sich nicht auf eine gefühlte Sicherheit zu verlassen, sondern sich auch persönlich absichern. Es gab auch Zahlen die sich auf die Stadt Schönsee und die Gemeinden Stadlern und Weiding bezogen. Von 51 Straftaten in Schönsee (15 in Stadlern und 13 in Weiding) wurden 38 aufgeklärt (10 in Stadlern, 13 in Weiding).

Fünf schwere Diebstähle in Stadlern hängen laut Polizei mit der Grenznähe zusammen. Gleiches gilt für fünf Rauschgiftdelikte in Schönsee. Bei manchen Delikten stehen noch Untersuchungsergebnisse aus.

Raffinierte E-Mails


Hauptkommissar Pfannenstein ging auf die Internetkriminalität ein und empfahl, die unbekannten und oft recht raffiniert gestalteten E-Mails keinesfalls zu öffnen. Zum Abschluss einer interessanten Diskussion dankte Bürgermeisterin Birgit Höcherl den Gesetzeshütern für die gute Zusammenarbeit in vielen Situationen. Die gute Kooperation wusste auch Polizeichef Feuerer zu schätzen.
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