Mit Pilgerkreuz voran

Pater Joseph nahm am Kalvarienberg in Stadlern die Pferdesegnung nach dem Festgottesdienst vor. Bilder: mhö
Vermischtes
Schönsee
23.08.2016
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Zu Fuß zur Marienverehrung nach Stadlern zu pilgern, hat für viele Gläubige Tradition. Heuer kamen auch Ross und Reiter dazu.

/Stadlern. Es war etwas Besonderes, als in Stadlern nicht nur Pilger zu Fuß in den Wallfahrtsort kamen, sondern sich auch ein Tross von Pferden zur Teilnahme am Festgottesdienst am Kalvarienberg aufmachte.

Wie ältere Einwohner oft erzählen, erinnern sie sich noch gerne an den Frauentag 1947, als viele Pferdegespanne von Schönsee nach Stadlern zogen. Der damalige Stadtpfarrer Alois Treml schrieb vor fast 60 Jahren in seiner Einladung: "Die Wallfahrt zur Gnadenmutter von Stadlern soll wieder ein echtes Volksfest nach katholischen Bräuchen werden!" Zu Fuß wird seit Jahrzehnten von Schönsee aus über die "Magdalena" in die Nachbargemeinde gepilgert.

Wirts-Schorsch lädt ein


Georg Schmid aus Lindau befasste sich schon länger mit dem Gedanken, mit einem Zug von Pferden nach Stadlern zu kommen. Diese Überlegung teilte er mit Pascher-Vorsitzender Birgit Höcherl, die dem Lindauer Wirt sofort jegliche Unterstützung des Vereins zusagte. So nahm der Wirts-Schorsch Kontakt mit Bekannten aus den Reihen von Pferdehaltern in der Umgebung auf und erhielt sofort Zusagen zur Teilnahme. Zusätzlich machte das Vorhaben in diesem Kreis dann die Runde, und so schloss sich so mancher Reiter der Idee an.

Mit Pilgerkreuz voran


Am Festtag nahm schließlich in der Hauptstraße in Schönsee der Zug mit Wagen, Kutschen und einzelnen Pferden Aufstellung. Die Gefährte waren festlich geschmückt, die Pferde sauber herausgeputzt. Nach der Begrüßung durch Birgit Höcherl und einem Gebet für eine glückliche Wallfahrt ging es nach Stadlern. Lieder- und Gebetstexte für unterwegs waren verteilt, entsprechend zum Gedanken des Festtags auch Frauen zum Vorbeten eingeteilt. Die Streckenführung machte es möglich, dass überwiegend ein Weg abseits von der Staatsstraße genutzt wurde.

Mit dem Pilgerkreuz voran, mitgeführt von Rudi Schwarz auf seinem Hengst, einen "Friesen", zog die Gruppe in Stadlern ein. Hinzu kamen noch Reiter, die von Schönau her unterwegs waren. Unweit von der Gebetsstätte nahm die Gruppe Aufstellung zum Festgottesdienst am Kalvarienberg. Pater Joseph, in Schönsee derzeit als Urlaubsvertretung für Stadtpfarrer Wolfgang Dietz, erteilte zum Schluss die Pferdesegnung. Selbstverständlich wurde von den Organisatoren ein Dank gen Himmel für eine glücklich abgelaufene Wallfahrt gerichtet. Für die Reiter gab es immer wieder Komplimente und Worte des Dankes für die Teilnahme. Eine Wiederholung dürfte nach den positiven Eindrücken sicher sein.
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