Peter Kauzner vom Amt für Verbraucherschutz referiert bei Erzeugergemeinschaft „land&gut“
Hygiene hat bei Festen oberste Priorität

Von Peter Kauzner (rechts) vom Amt für Verbraucherschutz beim Landratsamt Schwandorf gab klare Hinweise über Hygienevorschriften. Vorsitzender Baptist Grosser (links) hatte die Mitglieder von "land&gut" zum Informationsabend eingeladen. Bild: mmj
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26.04.2016
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Für Veranstalter von Festen und Märkten ist die Beachtung der Hygienevorschriften beim Anbieten von Lebensmitteln oberstes Gebot. Deutlich war dazu das Referat von Peter Kauzner vom Amt für Verbraucherschutz (Landratsamt Schwandorf), zu dem die Erzeugergemeinschaft "land&gut" eingeladen hatte.

Zu den Vorbereitungen für das Gründungsjubiläum am 22. Mai gehörte für die Verantwortlichen von "land&gut" auch, ihre Mitglieder über den aktuellen Stand dazu zu informieren. Die Hygieneverordnung, so der Referent, besagt, dass Betriebsstätten so gelegen, konzipiert und instand gehalten werden müssen, dass das Risiko der Verschmutzung durch Tiere oder Schädlinge vermieden wird. Geachtet werden muss unter anderem auf die richtige Lagertemperatur und Räumlichkeit von Lebensmitteln, sowie deren Behandlungs- und Zubereitungsverfahren.

Bei der Verwendung einer Getränkeschankanlage ist diese sicherheitstechnisch und hygienisch in einwandfreien Zustand zu halten. Der Nachweis einer wiederkehrenden Prüfung hat vorzuliegen. Personen, die Lebensmittel behandeln, haben bei ihrer Arbeit saubere Kleidung zu tragen. Lebensmittelangebote in Verkaufsständen im Freien sind von allen Seiten gegen nachteilige Beeinflussungen zu schützen. Unverpackte und zum Verkauf bestimmte Lebensmittel dürfen nur in hygienisch einwandfreien Behältnissen transportiert werden. Die Allergenkennzeichnung muss eindeutig erfolgen.

Für ehrenamtliche Helfer bei Vereinsfesten entfalle zwar die gesetzliche Belehrungspflicht, sie seien aber durch ein Merkblatt über die wesentlichen infektions- und lebensmittelhygienischen Grundregeln zu unterrichten. Allerdings hat der jeweilige Veranstalter im Zweifelsfall die Einhaltung seiner Sorgfaltspflicht zu dokumentieren, deshalb wird das Belehrungsverfahren, das für Personen die mit leicht verderblichen Lebensmitteln gewerblich umgehen, empfohlen.

Hygienisch einwandfreie Toilettenanlagen müssen in unmittelbarer Nähe des Veranstaltungsortes für Gäste und Personal vorhanden sein. Handwaschgelegenheiten mit fließendem Wasser, Seife und Handtrocknungseinrichtung seien dabei selbstverständlich. Einen interessanter Dialog zwischen den Anwesenden und dem Referent vom Amt für Verbraucherschutz zeigte an diesem Abend, wie wichtig die rechtlichen Grundlagen für die Anbieter von Lebensmitteln bei Vereinsfesten seien. Fachlich versiert gab es von Peter Kauzner Beispiele aus seiner beruflichen Praxis und Informationen aus dem aussagekräftigen "Merkblatt für Veranstalter von Festen und Märkten".
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