Pflege nach festem Takt

Claudia Reiter berichtete beim Krankenpflegeverein Schönsee von den Leistungen der Caritas-Sozial-Station Oberviechtach. Bild: mmj
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Schönsee
12.11.2016
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14 666 Hausbesuche bei 81 Patienten - eine stolze Zahl, über die bei der Jahresversammlung des Krankenpflegevereins Vorsitzende Christa Dobmeier berichtete. Ein Umstand allerdings stört die Fachkräfte sehr.

Nach einem geistlichen Wort zu Beginn machte Stadtpfarrer Wolfgang Dietz als stellvertretender Vorsitzender des Krankenpflegevereins deutlich, wie Vorstand, Mitglieder und die Aktiven im Pflegedienst den kranken Menschen helfen. Vielen scheine aber der Wert des Vereins zu wenig bewusst zu sein.

Wie Schriftführerin Anna Hammerer informierte, zählt der Krankenpflegeverein aktuell 212 Einzel- und 184 Familien-Mitgliedschaften. Aus der Statistik vom abgelaufenen Vereinsjahr berichtete Christa Dobmeier von 14 666 Hausbesuche bei 81 Patienten. 42 423 medizinische und sonstige Leistungen (Verrichtungen) wurden dabei von den Schwestern der Caritas-Sozial-Station erbracht. 75 Pflegeeinsätze, bei denen eine im Haushalt lebende Person den Kranken nicht pflegen kann, waren erforderlich. Bei der Dienstleistung "Essen auf Rädern" wurden 2266 Portionen zu kranken Personen gebracht. Von den sonstigen Angeboten im Bereich des Krankenpflegevereins erwähnte die Vorsitzende den Hausnotruf mit fünf Nutzern am Ort.

Eine Verhinderungspflege wurde 2015 von 17 Personen in Anspruch genommen. Sieben Mitglieder von "Betreutes Wohnen daheim" (insgesamt 33 Mitglieder) nahmen von dieser Möglichkeit Gebrauch. Im gesamten Bereich der Caritas-Sozial-Station Oberviechtach erfolgte die Inanspruchnahme von Hospizhelfern 21 Mal, mit insgesamt 507 Stunden schlug dieser Dienst zu Buche.

Mit Lisbeth Balk, Christa Dobmeier und Betty Wirnshofer hat hier der Krankenpflegeverein Schönsee drei Ehrenamtliche im Einsatz. Die wöchentliche Betreuungsgruppe mit Demenzpatienten und mobilen Kranken traf sich an 45 Nachmittagen mit durchschnittlich 9 Teilnehmern.

Mehr Eigenverantwortung


Von der Caritas-Sozial-Station berichtete Claudia Reiter aus Stadlern. Die Arbeiten in Eigenverantwortung seien seit Auflösung der Verwaltungseinheit der Sozialstationen im Landkreis vielfältiger geworden. Aktuell zähle die Station in der Nunzenrieder Straße in Oberviechtach 34 Personen. Ob in der Verwaltung, im Bereich der ehrenamtlichen Mitarbeiter oder der Pflege- und Fachkräfte - sie alle kümmern sich in ihrem Tätigkeitsfeld um das Wohl der Patienten, meinte Reiter. Aktuell werden 122 Kranke betreut. Die Leistungen der Sozialstation mit Behandlungs- und Grundpflege, der hauswirtschaftlichen Versorgung und der Verhinderungspflege hob sie besonders hervor. Dazu kommen Beratungen und Pflegeschulungen für Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen. Diese dienen der Unterstützung der Angehörigen von Betreuungsbedürftigen. "Essen auf Rädern" werde gerne angenommen, und bei der Möglichkeit der Haus-Notrufe seien oft Privatpersonen, meist Nachbarn, mit eingebunden. Krankenpflegevereine als Solidargemeinschaften bezuschussen oft die Inanspruchnahme pflegerischer Leistungen, die seitens des Gesetzgebers bei Pflegebedürftigkeit nicht gedeckt und wenn alle anderen Rechtsansprüche dazu ausgeschöpft sind. Claudia Reiter dankte den Verantwortlichen und Mitgliedern im Krankenpflegeverein für die Unterstützung der Caritas-Sozial-Station. Speziell nannte sie dabei die Anschaffung eines Autos für die Schwestern. Sie bat auch, die Beratung in Anspruch zu nehmen.

In der Diskussion kamen von den Anwesenden die penibel reglementierten Vorschriften der Kostenträger zur Sprache. Vorgegebenes Zeit-Pensum und Dokumentation der Arbeit seien oft eine große Belastung für die Mitarbeiter. Angehörige leisten, so Krankenschwester Christl Schürmann, bei ihrer Arbeit verständnisvolle und wertvolle Unterstützung.
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