Schönseer Seefest trotzt dem Regen
Livemusik am Lichtermeer

Wenn sich im Hahnenweiher bunte Lichter spiegeln, dann ist Seefest in der Stadt. Bild: Gerhard Götz
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Schönsee
01.08.2016
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Wenn sich im Hahnenweiher bunte Lichter spiegeln, dann ist Seefest in der Stadt. Bild: Gerhard Götz

Stadt und Vereine hatten für das Seefest angerichtet, aber immer wieder gab es skeptische Blicke auf die Wetterprognosen. Nicht nur im Hahnenweiher war es nass. Dennoch gab es gegen Abend einen versöhnlichen Ausklang.

Hatte Petrus am Samstagabend für ein Traumwetter beim Bürgerfest gesorgt, so schickte er Regenschauer, begleitet von Blitz und Donner, am Sonntagmorgen ins Schönseer Land. Nicht einfach war die Entscheidung für die Verantwortlichen am Vormittag Durchhalteparolen auszugeben oder das Fest abzublasen. Schließlich glaubte man den positiveren Wetterprognosen und entschied gegen eine Absage.

Zu dieser Zeit waren bereits die Stände vom Handwerker- und Trödlermarkt im Aufbau, und auch die Vereine begannen rund um den Hahnenweiher und entlang der Ascha Richtung Wasserrad mit ihren Vorbereitungen. Zögerlich kamen am späten Vormittag Interessenten für so Manches, was jahrelang auf dem Speicher lag oder für Handarbeiten, bei denen die Hersteller Geschick und Fingerfertigkeit bewiesen. Zwischendurch gab es immer wieder Regentropfen, aber für viele ist das Seefest einfach Kult - sie trotzten den Wetterkapriolen. Als dann am späten Nachmittag der Himmel endgültig seine Schleusen schloss, strömten noch mehrere tausend Besucher zum Seefest-Areal.

Musik tönte vom Hahnenweiher bis zum Wasserrad, und es wurde immer quirliger. Böhmische Melodien gab es am CeBB von der Blaskapelle "Chodovarka" und später stand dort die Coverband "Rockimpact" auf der Bühne. "Freistaat live" unterhielt die Besucher beim Feuerwehrhaus, am Südufer hatte die Blaskapelle Stadlern ihre Instrumente ausgepackt.

Blasmusik und Bungee


Auf der großen Seebühne hatten die Musiker von "Roadhouze" ihren Einsatz, die Grenzlandblaskapelle Dietersdorf war ebenfalls am Nordufer platziert. Altmusikanten aus Dietersdorf begannen auf der Brücke beim Rathaus mit ihrem Programm, sie wurden von "MAXXX - die Partyband", später abgelöst. Und am "Ledererveitl-Parkplatz" war die Musikgruppe "Sigst'as" für die Unterhaltung verantwortlich. Open-Air-Fans kamen zur Discomusik beim Wasserrad. Zwischendurch boten Gruppen aus Waidhaus und Oberviechtach ihre Tanzshows. In der Hüpfburg, im Bungee-Trampolin, mit der Eisenbahn und im Karussell hatten die Kleinen ihr Vergnügen. So abwechslungsreich das musikalische Angebot beim Seefest war, so vielfältig war die Speisenkarte der Vereine. Grillspezialitäten, Fisch, Käse oder Nudeln, waren genauso im Angebot wie mit allen Varianten belegte Brote. Feinschmecker freuten sich über Torten und Früchtespieße.

Unterhaltsam ging es auf und im Hahnenweiher zu, wenn beim Fischerstechen der Verlierer bei angenehmen Temperaturen ins Wasser plumpste. Das war wiederum für eine Tauchergruppe selbstverständlich, denn die Mannen um Tobias Hauer demonstrierten im Weiher mit ihrer Ausrüstung ihr Hobby. Mit Einbruch der Dämmerung gab es am Seefestgelände mit den vielen Lichtern und schwimmenden Fackeln ein imposantes, viel bewundertes Bild. Bürgermeisterin Birgit Höcherl freute sich darüber, dass trotz des Regens am Nachmittag noch so viele Gäste zum Seefest gekommen waren. Landrat-Stellvertreter Arnold Kimmerl führte die Liste der Ehrengäste an, die auch aus Tschechien gekommen waren.

Domspatz live


Stefan Schlögl, ehemaliger Sänger der Regensburger Domspatzen, eröffnete auf der Insel im Hahnweiher das Finale an diesem Abend. Der Stadlerner, der auch schon im ZDF-Fernsehgarten aufgetreten ist, besang die "Sierra madre" und "Tage wie diese". Den Schlusspunkt setzte das fulminante Brillantfeuerwerk, das mit viel Beifall quittiert wurde. Zu dieser Zeit blitzten wieder Sterne am Nachthimmel, der Optimismus der Verantwortlichen wurde belohnt. Das Schönseer Seefest zeigte sich wieder als großes Gemeinschaftswerk der Stadt und der teilnehmenden Vereine - und der Regen war schnell vergessen.

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