Schulpsychologin Susanne Högerl-Woog zeigt Voraussetzungen für Schulfähigkeit auf und gibt ...
Für ungetrübte Freude am Lernen

Die Schulpsychologin Susanne Högerl-Woog hatte beim Elternabend wichtige Hinweise für die Mütter und Väter parat. Bild: gl
Vermischtes
Schönsee
07.04.2016
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Wann ist ein Kind fit für die Schule? Hinweise dazu gab es beim Informationsabend für Eltern der künftigen Schulanfänger im Medienraum der Volksschule. Das Thema "Schulfähigkeit und erfolgreiches Arbeiten in der ersten Jahrgangsstufe" beleuchtete Schulpsychologin Susanne Högerl-Woog vom staatlichen Schulamt. Auch Studienrätin Alexandra Bayer vom Förderzentrum steuerte ihre Erfahrungen bei.

Großer Einschnitt


Rektorin Maria Pfistermeister wusste die Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen und der Kooperationsbeauftragten des Kindergartens zu schätzen, schließlich stelle der Übergang vom Kindergarten zur Schule einen großen Einschnitt für Kinder und Eltern dar: Plötzlich wird die Gruppe größer, das Umfeld ist neu, und Hausaufgaben sind Pflicht. Wie die Schulpsychologin feststellte, sind die Kriterien für Schulfähigkeit sehr vielfältig. Sie reichen von physischen Voraussetzungen (Körpergröße von 1,20 Meter und Gewicht über 21 Kilogramm) bis hin zu emotionaler Stabilität. Dazu kommen Denk-, Merk- und Lernfähigkeiten und ein Zahlenverständnis sollten vorhanden sein. Sprachkompetenz, ein gewisses Maß an Selbstvertrauen und Frustrationstoleranz sollten die Abc-Schützen mitbringen. Anstrengungsbereitschaft, Freude am Lernen und Konzentrationsfähigkeit sowie Ausdauer erleichtern den Start.

Wichtig fand die Fachfrau auch soziale Kompetenz: die Fähigkeit zu Kontakten mit Klassenkameraden und Erwachsenen, um Konflikte selbst zu lösen. Sie gab auch wichtige Hinweise zur Erziehung. So sollten Eltern das Selbstwertgefühl durch begründetes Lob fördern, aber auch Grenzen und Regeln des Zusammenlebens vermitteln. "Strafen sollten berechenbar sein und nicht ohne Vorwarnung erfolgen", meinte sie. Bei Problemen stünden Beratungslehrer oder auch Schulpsychologen kostenfrei zur Verfügung.

Diagonalklasse


Rektorin Maria Pfistermeister verwies noch auf rechtliche Vorschriften zur Schuleinschreibung, während Studienrätin Alexandra Bayer vom Förderzentrum Nabburg das Schulmodell einer Diagonalklasse am Förderzentrum und das Schulprofil der Inklusionsklasse an der Oberviechtacher Schule vorstellte.
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