Sorgen gehen nicht aus
Viertklässler zu Besuch im Schönseer Rathaus

16 Mädchen und 5 Buben der 4. Klasse erkundigten sich mit ihrer Klassenlehrerin Birgit Enders (links) bei Bürgermeisterin Birgit Höcherl (im Hintergrund) über die Arbeit im Rathaus. Der Nachwuchs zeigte sich dabei als recht interessiert an der Kommunalpolitik. Bild: gl
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Schönsee
16.01.2016
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Der Nachwuchs an Kommunalpolitikern im Schönseer Land scheint gesichert. Das zeigte der Besuch der vierten Klasse der Grundschule mit ihrer Klassenlehrerin Birgit Enders im Rathaus. Im Unterricht hatten sich die Schüler gut auf die Begegnung mit Bürgermeisterin Birgit Höcherl vorbereitet.

16 Mädchen und 5 Buben nahmen schließlich im Sitzungssaal des Rathauses Platz, bevor sie auch den Abteilungen der Verwaltung einen Besuch abstatteten und dabei viele Fragen stellten. Die Lehrerin erläuterte das Unterrichtsziel, für das der Besuch im Rathaus eine Ergänzung ist. Die Bürgermeisterin lieferte Zahlen: Rund 2500 Einwohner hat Schönsee, in der Verwaltungsgemeinschaft mit den Gemeinden Stadlern und Weiding leben jeweils weitere 500 Bürger. Die gemeinsame Verwaltung erfolgt im Schönseer Rathaus, acht Beschäftigte kümmern sich um die Belange. Die ersten Fragen aus der aufgeweckten Runde am Ratstisch bezogen sich auf die Möglichkeit von Bürgerbegehren, die Amtszeit der Bürgermeisterin und die Erbauung des Rathauses.

In ihrer bisherigen achtjährigen Amtszeit habe es kein Bürgerbegehren gegeben, teilte Höcherl den Schülern mit. Und was das Rathaus betrifft, so gebe das Schild an der Fassade Auskunft über das Erbauungsjahr 1872. Ärger machen der Bürgermeisterin "Vorwürfe, die nicht stimmen". Dafür freut sie sich darüber, dass viele Vereine eigene Räume haben, dass zwei Ärzte, eine Zahnärztin, ein Tierarzt, einige Therapeuten und Friseure, sowie Metzger, Bäcker und tolle Firmen sowie etliche Geschäfte den Bürgern zur Verfügung stehen. Entscheidungen treffen 14 Stadträte und die Bürgermeisterin mit Mehrheitsbeschlüssen, erfuhren die Schüler. Aber auch die Bürgermeisterin wollte wissen, was die jungen Besucher als gut empfinden. Radweg, Badeweiher und Ferienprogramm waren nur einige der Angebote, die nach den Geschmack der jungen Besucher trafen. "Mir gefällt alles", meinte einer der Viertklässler - und das gefiel auch Höcherl. Kritisiert wurde allerdings das Fehlen eines Reiterwegs, und die Schüler regten Verbesserungen in der Moorbadeanlage an. Auch die Hinterlassenschaften von Hunden waren ein Thema.

Und was steht jetzt in Schönsee an?, wollten die Kinder wissen. Die Bürgermeisterin zählte auf: Ausbau der Ortsstraßen, die Gestaltung des Moorbadeumfeldes, die Nutzung der leerstehenden Räume in der Volksschule, eine Lösung für die alte Schule, Breitbandausbau, die Förderung des Spitzenklöppeln und Lösungen bei Leerständen. "Die Arbeit und die Aufgaben, aber auch die Sorgen gehen nicht aus" merkte sie an.
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