Stadtrat Schönsee bespricht Pflanzplan
„Lückenschluss“ in der Allee

Während im vorderen Bereich der Bahnhofstraße alle Kastanienbäume der Säge zum Opfer fielen, entstanden in Richtung Schwand zwei "Lücken" (Bild) in der noch bestehenden Allee. Die Ersatzbepflanzung wird den Stadtrat nochmals in der April-Sitzung beschäftigen. Bild: Hartl
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Schönsee
18.03.2016
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Während im vorderen Bereich der Bahnhofstraße alle Kastanienbäume der Säge zum Opfer fielen, entstanden in Richtung Schwand zwei "Lücken" (Bild) in der noch bestehenden Allee. Die Ersatzbepflanzung wird den Stadtrat nochmals in der April-Sitzung beschäftigen.

Ob sich Hainbuchen oder Spitzahorn zu den Kastanien in der Bahnhofstraßen-Allee gesellen, das wird erst in der Sitzung im April entschieden. Ausführlich diskutierten die Stadträte die Überschreitungen im Haushaltsjahr 2015.

Der Tagesordnungspunkt "Pflanzvorschläge in der Bahnhofstraße" führte am Dienstag auch einige Befürworter und Gegner der vom Landratsamt angeordneten Kastanien-Fällaktion in den Sitzungssaal. "Wir müssen heute keine Entscheidung fällen. Es geht nur darum, Bilder von den Bäumen zu zeigen, die das Kreisgartenamt zur Pflanzung vorgeschlagen hat", informierte Bürgermeisterin Birgit Höcherl.

Mischung "nicht schön"


Besonders empfohlen wird der Spitzahorn, der mit seiner Färbung übers Jahr - im Vergleich zur Hainbuche - der "schönere Baum" sei. "Wir brauchen Hochstämme, um die Abstände einzuhalten", gab Andreas Hopfner zu bedenken. Die Bürgermeisterin stellte nochmals klar, dass nur Bäume gefällt wurden, die markiert waren, so dass im oberen Bereich zwei Lücken entstanden. Der Stadtrat müsse deshalb noch überlegen, ob diese mit Spitzahorn, Hainbuche oder Kastanie bepflanzt werden sollen. Es sei abzusehen, dass weitere Kastanien marode werden und dann nach und nach ersetzt werden müssten. Längerfristig sei eine Mischung von zwei verschiedenen Baumarten nicht optimal. Dazu meldete sich ein Anlieger zu Wort, dem die jetzige pflegeleichte Situation "ohne Bäume" gefällt. Doch Höcherl betonte: "Es wird eine Ersatzbepflanzung geben!" Bis zur nächsten Sitzung sollten sich die Stadträte dazu Gedanken machen. Die Verwaltung ermittelt die Preise für verschiedene Größen und beim Ortstermin im April soll dann auch die Asphaltierung des Gehweges ein Thema sein.

Die Bekanntgabe der Jahresrechnung 2015 übernahm Kämmerer Josef Maier. Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 3 907 099 Euro ab. Es konnte ein Überschuss von 458 764 Euro erwirtschaftet werden, der dem Vermögenshaushalt zugeführt wurde. Die Abwasserbeseitigungsanlage Schönsee schloss im Rechnungsergebnis mit 172 273 Euro ab (Haushaltsansatz: 276 750 Euro); sowie die Wasserversorgungsanlage mit 80 730 Euro (Ansatz: 63 700 Euro). Der Vermögenshaushalt schließt mit 1 581 189 Euro; der Soll-Überschuss von 618 537 Euro wurde der allgemeinen Rücklage zugeführt.

Plus beim Seefest


Die anschließend detailliert durchgesprochenen Haushaltsüberschreitungen (überplanmäßige Ausgaben von mehr als 3500 Euro) wurden vom Stadtrat einstimmig beschlossen. Die Stadt hat zum 31. Dezember 2015 keine Schulden; die Rücklagen betragen rund 1,25 Millionen Euro. Hans Schieber, Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses lud für 22. März zur ersten Sitzung ein. Unter den überplanmäßigen Ausgaben befinden sich Arbeiterlöhne im Stadtwald von 6129 Euro (Ansatz: 2100 Euro). Wasserrohrbrüche und zusätzliche Hydranten forderten Mehrausgaben in Höhe von 4221 Euro; ebenso die Reparaturen von Bauhof-Fahrzeugen. Die Haushaltsstelle "Seefest" wies eine Überschreitung von 9839 Euro aus, welche jedoch durch Mehreinnahmen gedeckt ist (Ausgaben 44 839 Euro/Einnahmen 46 400 Euro). "Das gute Wetter in 2015 bescherte erstmals einen Überschuss von knapp 1500 Euro", meinte die Bürgermeisterin. Sie verwies darauf, dass man mit dem Haushaltsansatz von 35 000 Euro in Zukunft nicht mehr hinkomme.

Die Räte sprachen kurz die Unterdeckung bei der Wasserversorgung an, mit der im Raum stehenden Erhöhung der Wassergebühren. "Die Anpassung wird für 2017 anvisiert", informierte dazu Birgit Höcherl.
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