Stadtrat Schönsee lehnt FWG-Antrag ab
CeBB steht für Vereine offen

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Schönsee
17.03.2016
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Für eine lebhafte Debatte im Stadtrat sorgte ein Antrag der FWG (Freie Wählergemeinschaft Schönsee und Umgebung), der forderte: "Die Räumlichkeiten des CeBB sollen ab April 2016 für Veranstaltungen von Stadt und Vereinen der Stadt Schönsee zur Verfügung gestellt werden" (siehe Infokasten).

Bürgermeisterin Birgit Höcherl las den detaillierten Antrag vor und meinte: "Der Antrag von Herrn Schiller hat mich etwas verwirrt. Alles was gefordert wird, findet bereits statt." Der Förderverein "Bavaria Bohemia" zahle jährlich eine Nutzungspauschale von 20 000 Euro. Sie stellte eine Auflistung mit Veranstaltungen von Vereinen im CeBB vor, die Geschäftsführer Hans Eibauer angefertigt hatte. "Das sind alles Termine, die mit Schönsee nichts zu tun haben", zeigte sich Thomas Schiller wenig zufrieden.

Josef Eibauer zog auch den am 15. März im "Neuen Tag" erschienen Leserbrief von Thomas Schiller zur Finanzierung des CeBB in die Debatte ein und meinte: "Der Ton macht die Musik!" Im übrigen stimme es nicht, dass die Stadt Schönsee einen so großen Anteil an den Kosten trage. Die Bürgermeisterin erinnerte daran, dass ein Abbruch des denkmalgeschützten Kommunbräuhauses nicht möglich war. "Wenn das CeBB das Haus nicht bespielen würde, hätte die Stadt noch höhere Kosten mit der Nutzung als Tourismusbüro und Veranstaltungsort."

Andreas Hopfner (FWG) konnte die Aufregung nicht verstehen: "Wir wollen doch nur, dass festgestellt wird, dass die Vereine reindürfen. Viele Vorsitzende wissen das nicht. Wenn das CeBB mehr von den Schönseer Bürgern genutzt wird, dann könnte auch die Grundstimmung dazu besser werden." "Was ihr fordert, wird seit zehn Jahren praktiziert", meinte Johann Pfistermeister und Christian Weinfurtner bestätigte: "Die Feuerwehr hat hier schon einen Ehrenabend abgehalten."

"Es gibt immer Leute, die gegen etwas sind. Aber die überwiegende Mehrheit in Schönsee findet das CeBB gut", sagte Michael Ebnet. Birgit Höcherl verwies auf den bestehenden Nutzungsvertrag und sprach auch die vereinbarte Einschränkung an, demnach eine Nutzung durch Dritte den Betrieb des CeBB nicht stören dürfe. Auch ein Gaststättenbetrieb (Geburtstagsfeiern) sei nicht vorgesehen. Laut Bürgermeisterin könne jeder Verein die Räume nutzen und zwar nach Absprache mit Stadt und CeBB; bzw. dem Förderverein "Bavaria Bohemia".

Reinhard Kreuzer regte nach der Diskussion um "Objektivität" an, den Antrag doch zurückzunehmen. Da dies nicht der Fall war, lehnte das Gremium diesen mit zwei Gegenstimmen der FWG ab.

Antrag an den StadtratThomas Schiller (FWG) stellte folgenden Antrag: "Die Räumlichkeiten des CeBB sollen ab April 2016 für Veranstaltungen der Stadt Schönsee und für Veranstaltungen von Vereinen der Stadt Schönsee zur Verfügung gestellt werden."

Auszug aus der Begründung: Die Räume bieten ein schönes Ambiente beispielsweise für einen Neujahrsempfang der Stadt mit Ehrenamtswürdigung. Falls in örtlichen Gaststätten nicht möglich, könnten Schönseer Vereine ihre Jubiläumsfeiern gegen eine geringe Benutzungsgebühr (Reinigungskosten) hier abhalten. Die Grundschule könnte Projekte präsentieren.

Thomas Schiller führt im Antrag den derzeitigen Zustand an: Trotz Eigenanteil der Stadt Schönsee an den Bau- und Ausstattungskosten von fast 500 000 Euro werde das CeBB größtenteils für überregionale Zwecke genutzt. (ptr)
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