Stadtrat Schönsee stellt Bedarfsplanung an
Neubau wirft Schatten voraus

Im Kindergarten Schönsee bastelten die Mädchen und Buben gestern bunte Blumen. Die jüngsten Bürger des Schönseer Landes werden in der Einrichtung der Katholischen Kirchenstiftung gut betreut. Deshalb will die Stadt auch gerne ihren Beitrag zum Neubau leisten. Die Bedarfsplanung sieht 75 Plätze vor. Bild: Hartl
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Schönsee
16.03.2016
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Die Kleinsten des Schönseer Landes sind in der 2014 eröffneten Kinderkrippe bestens aufgehoben. Nun steht auch der Neubau des Kindergartens der Kirchenstiftung an. Hier will der Stadtrat Schönsee von Anfang an mitreden. Schließlich stehen für den Eigenanteil der Stadt etwa 1,4 Millionen Euro zur Debatte.

"Aufgabe der Stadt ist die Bedarfsermittlung", eröffnete Bürgermeisterin Birgit Höcherl den Tagesordnungspunkt "Neubau eines Kindergartens". Träger und Bauherr des Kinderhauses "Kleine Hl. Theresia" in der Eslarner Straße ist die Katholische Kirchenstiftung. Kämmerer Josef Maier hatte die Zahlen vom Einwohnermeldeamt angefragt und stellte diese in der Stadtratssitzung am Dienstagabend vor. Der Sechs-Jahres-Durchschnitt wird mit 22,5 Kinder angegeben. Allerdings drückte der Einbruch im Kindergartenjahr 2012/13 mit nur 14 Geburten die Statistik. In den zwei Jahren darauf wurden wieder 27 bzw. 24 Kinder in den drei Gemeinden Schönsee, Stadlern und Weiding vermeldet.

Drei Gruppen notwendig


Derzeit besuchen 75 Mädchen und Buben - das sind 95 Prozent der Kinder ab drei Jahre bis zur Einschulung - die Einrichtung. Dazu nehmen zehn Grundschulkinder am Nachmittag das Angebot der Hausaufgabenbetreuung wahr. "Diese Kombination sollte auch künftig möglich sein", wünschte sich Bürgermeisterin Birgit Höcherl und auch die Räte sahen dies so und fassten einen einstimmigen Beschluss für 75 Plätze (drei Gruppen zu je 25 Kinder) sowie 10 Plätze für die Hausaufgabenbetreuung. Laut einer Kostenschätzung wird der Neubau (377 Quadratmeter) rund 2,25 Millionen Euro kosten (abzüglich 40 Prozent Förderung). Den Löwenanteil der Finanzierung trägt die Stadt, die etwa 1,4 Millionen berappen muss. Die Stadträte beauftragten die Bürgermeisterin, beim Abschluss des Vertrages mit der Kirchenstiftung, über den Anteil der Kirche "prozentual nachzuverhandeln".

Josef Eibauer regte an, die Konditionen für andere Modelle der Trägerschaft auszuloten. "Was würde uns das bringen?", fragte die Bürgermeisterin in die Runde. Schließlich kümmere sich die Kirchenstiftung um das Personal und auch der Förderanteil der Diözese sollte beachtet werden. "Das Kinderhaus ist in guter Hand", bekräftigte Höcherl.

Mehr Mitsprache


"Wir wollen beim Bau mehr mitreden, als dies bei der Kinderkrippe der Fall war. Aber sonst funktioniert es", meinte 3. Bürgermeister Josef Höcherl. Dazu meldete sich auch Andreas Hopfner beim Punkt "Informationen und Anfragen" zu Wort. Gerade beim Kindergartenbau wäre es wichtig, dass aus jeder Fraktion ein Vertreter bei den Verhandlungen dabei wäre. "Wir als Gemeinde sind der größte Zahler und sollten gut vertreten sein", so Hopfner, der die Vorgehensweise beim Bau der Kinderkrippe als "frustrierend" bezeichnete.

"Träger ist die Pfarrei", stellte die Bürgermeisterin klar, "wir müssen abwarten inwieweit wir eingebunden werden, und dazu gehört dann der ganze Stadtrat." Im Übrigen habe sie schon Vorgespräche geführt, mit dem Ergebnis, dass die Stadt hinsichtlich des Architekten dabei ist und zu den wöchentlichen "Jour fixe"-Terminen eingeladen wird. Weiterer Bericht (Pflanzplan "Bahnhofstraße") folgt.
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