Stadtrat Schönsee tagt
Frisches Grün für Allee

Mitarbeiter des städtischen Bauhofes ebneten gestern Nachmittag die von Wurzeln befreite Fläche ein. Von den über 40 Kastanien in der Bahnhofstraße wurden im Dezember 22 Bäume abgesägt. Neben der Ersatzbepflanzung ist auch eine Sanierung des Gehweges geplant. Bild: Portner
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Schönsee
18.02.2016
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Die Fällung der Kastanienbäume in der Bahnhofstraße in Schönsee beobachteten viele Bürger mit Wehmut. Bald wird die Allee aber wieder geschlossen sein. Der Stadtrat muss sich nur noch zwischen Pyramiden-Hainbuche und Spitzahorn entscheiden.

"Der Pflanzvorschlag für die Bahnhofstraße ist eingegangen", informierte Bürgermeisterin Birgit Höcherl in der Stadtratssitzung am Dienstag. Die Pyramiden-Hainbuche habe eine säulen- bis kegelartige Krone und werde bis zu 15 Meter hoch. Diese Größe erreiche auch der schmale Spitzahorn, der als Alternative angeführt wird. Die beiden Vorschläge zählen zu den häufigsten Bäumen in deutschen Städten und eignen sich als unempfindliche Straßenbäume.

"Wir kaufen keine Mini-Bäumchen", betonte Höcherl zur Ersatzpflanzung. Doch vor einer Entscheidung wolle man erst Fotos anschauen und danach Angebote einholen. Auf der Tagesordnung stand auch das Thema Breitbandausbau. VG-Chef Matthias Jeitner führte an, dass der Vertrag mit der Telekom (Förderung durch Freistaat Bayern) unterzeichnet sei. Nun gebe es ein zweites Förderprogramm, welches die Bundesregierung auflegt. "Wenn mehr Anträge eingehen, als Geld im Topf ist, wird ausgewählt, wer die Förderung erhält", betonte Jeitner.

Für die Kommunen des Landkreises Schwandorf übernimmt das Landratsamt die Federführung. Das Amt schlägt den Kommunen vor, welche Gebiete zum Ausbau gemeldet werden können und was dies kosten würde. "Erst dann müssen wir entscheiden, ob wir es machen", bekräftigte Höcherl. Einstimmig wurde beschlossen, einen Vertrag mit dem Landkreis abzuschließen (Hintergrund). Das Protokoll der Sitzung vom 26. Januar 2016 wurde einstimmig genehmigt. Unter Punkt "Informationen und Fragen" informierte Birgit Höcherl, dass die Brücke an der alten Stadlerner Straße (zwischen Dietersdorf und Stadlern beim "Vierziger") zum Gemeindegebiet Schönsee gehört und diese sich in sehr schlechtem Zustand befindet. Der Bauhof werde die Brücke bei passender Gelegenheit reparieren.

"Ist das Trinkwasser in Dietersdorf jetzt gut oder schlecht?", wollte Stadtrat Reinhard Kreuzer wissen. "Nach wie vor wird Wasser aus dem Schönseer Netz nach Dietersdorf gepumpt", berichtete Höcherl. Die letzten untersuchten Proben hätten noch Keime ergeben. Nun werde ein Planer eingeschaltet, um abzuklären, wie weiter vorgegangen wird.

Wurzeln raus


Josef Eibauer fragte nach, ob in der Bahnhofstraße eine Stockfräse für das Entfernen der Kastanienstümpfe zum Einsatz kam. Die Bürgermeisterin informierte, dass stattdessen Anfang der Woche die Wurzelkralle von der Gemeinde Weiding ausgeliehen wurde, welche die Wurzeln sehr gut zerkleinerte. Dies müsse auch noch auf Teilen des Gehweges erfolgen, damit ein neuer Aufbau Sinn mache.
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