Tarifrunde 2016 im Fokus der Gewerkschaft
Weiterhin Irritationen bei der Rente mit 63

Vermischtes
Schönsee
15.01.2016
7
0

Bei der Jahresversammlung des Ortsverbands Schönsee/Stadlern der Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (BAU) im Gasthof Haberl ging es im Referat von Branchensekretär Herbert Allert besonders um die bevorstehende Tarifrunde 2016. Dazu gab es auch örtliche Berichte und Diskussionen zu aktuellen Fragen.

Ortsvorsitzender Rudolf Horn leitete mit einem Totengedenken, stellvertretend nannte er Johann Dirscherl, zu seinem Bericht über. Es wurde wieder Mitgliedern zu markanten Geburtstagen gratuliert. Bei einer Veranstaltung des Kreisverbandes wurden Josef Wild und Rudolf Wurmstein für 25-jährige, sowie Adolf Klein und Josef Kohlmaier für 40-jährige Zugehörigkeit geehrt.

Bei gutorganisierten Ausflugsfahren nach Tirol und Pottenstein wurden schöne Erinnerungen gesammelt. Bei Problemen war man Ansprechpartner zu anschließenden Beratungen durch den Kreisverband. Unter den derzeit 41 Mitgliedern des Ortsverbandes befinden sich 25 Rentner. Branchensekretär Herbert Allert verwies zunächst auf die personelle Vorbereitungen der heuer anstehenden Wahlen in den Ortsverbänden, damit die Delegierten zu den übergeordneten Verbandstagen ermittelt werden können. Dies auch deshalb im Vorfeld, um bei den allgemeinen Problemen die Ortsverbände zu erhalten. Rudolf Horn merkte an, dass auch er einen Nachfolger suche.

Was die tarifliche Entwicklung anbelangt, so Herbert Allert, gab es 2015 keine Verhandlungen, lediglich eine vereinbarte Erhöhung zum 1. Juni. Bedauerlich sei, dass 2016 bei einer Rente über 1000 Euro das Sterbegeld entfällt. Irritationen gebe es nach wie vor bei der Rente mit 63 und Abschlägen ab dem Geburtsjahr 1953 und einer Arbeitslosigkeit. Deshalb sei eine verlässliche Beratung zu empfehlen. Auch ein Hinzuverdienst bis zum 65. Jahr und die Steuergrenze wurde hinterfragt.

Zur Tarifrunde 2016 sei auch bemerkenswert, dass bundesweit die Zahl von 1,4 Millionen Beschäftigten im Bauhauptgewerbe im Jahre 1995 auf 780 000 im Jahre 2014 zurückgegangen ist und die Zahl der Auszubildenden vom 50 000 auf 35 000. Deshalb sei es wichtig, die Rahmenbedingungen am Bau zu verbessern, um den bestehenden Fachkräftemangel zu beheben. Die Vorstellungen für Lohnerhöhungen liegen bei fünf bis sechs Prozent und einem Festbetrag.

Hinsichtlich Auslöse und Reisezeit sowie Unterkunftsgeld seien Verbesserungen erforderlich und anstatt des Einstellungsortes wieder das Wohnortsprinzip als Grundlage einzuführen. Auch altersgerechte Arbeitsplätze gehören dazu.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.