Über 2000 ehrenamtliche Einsatzstunden
Auf das Rote Kreuz ist Verlass

Corinna Eichstetter und Daniela Prunhuber (von rechts) wurden von Bereitschaftsleiter Hans Eichstetter, den Bürgermeistern Birgit Höcherl und Gerald Reiter und Einsatzleiter Josef Kreuzer (von links) ausgezeichnet. Bild: gl
Vermischtes
Schönsee
16.12.2015
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Die Jahresabschlussfeier der Rotkreuzgemeinschaft im Gasthof Haberl offenbarte, dass im Berichtsjahr über 2 000 ehrenamtliche Einsatzstunden geleistet wurden. Dazu wurde auf deren Existenz und den Einsatz für die Bevölkerung seit 50 Jahren hingewiesen.

Bereitschaftsleiter Hans Eichstetter begrüßte neben Bürgermeisterin Birgit Höcherl und ihrem Kollegen Gerald Reiter eine Abordnung des THW Oberviechtach unter Hans Deyerl und eine nur kleine Zahl von Mitgliedern, darunter den früheren Aktiven Hans Wirnshofer. Gekommen waren aber zahlreiche Jugendliche vom früheren Jugendrotkreuz.

Zahlreiche Aktivitäten


In seinem Rückblick nannte Hans Eichstetter die Betreuungen der Fußwallfahrten nach Pleystein und Bischofteinitz, das Bürger- und Seefest sowie die Freilichtspiele am Eulenberg. Zu den Planungen und Aktivitäten gehörten auch 24 Ausbildungsabende in der Unterkunft in Schönsee sowie überörtliche Ausbildungen und die Veranstaltungen des Kreisverbandes. Mit Unterstützung des Fördervereinens, der Gemeinde und Sponsoren erfolgte die Anschaffung eines Einsatzbusses. Dazu kamen Ausrüstungen der Einsatzfahrzeuge und des Helfer vor Ort (HvO)-Fahrzeuges mit Digitalfunk. Seit Juli steht den Helfern ein Krankenwagen mit Notfallausrüstung zur Verfügung.

Weitere Sanitätsdienste wurden beim Behindertensportfest in Weiding, beim Karatekampf in Oberviechtach, beim Frauentag in Stadlern sowie bei der Betreuung von Flüchtlingen in Wackersdorf absolviert. Dazu kamen drei Blutspendentermine, wobei am 21. Dezember ein weiterer ansteht, sowie drei Erste-Hilfe-Kurse und zwei Ausbildungen in der Frühdefibrilliation. Insgesamt wurden über 2 200 ehrenamtliche Stunden einschließlich Altkleiderentsorgung geleistet.

Im HvO-Dienst, so berichtete Josef Kreuzer, wurden von Manuel Treiber 23, von Hans Eichstetter und Johannes Seiler dreizehn und von Konrad Betz zwei, somit 55 Einsätze ohne Kostenerstattung gefahren und dabei 620 Kilometer zurückgelegt. Der größte Einsatz war ein Verkehrsunfall mit fünf Verletzten; weitere Einsätze betrafen Herzinfarkte und Schlaganfälle, 20 internistische und 21 Haus- und Sportunfälle sowie eine Vergiftung. Im Schnitt erfuhren Patienten 7,2 Minuten nach Alarmierung Hilfe vom HvO und 11,92 Minuten vor Eintreffen der Rettungsdienste.

Beeindruckende Bilanz


Zur Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten aus Cham, Rötz, Neunburg vorm Wald, Waldmünchen, Vohenstrauß und Oberviechtach gehörte der fünfmalig Einsatz eines Rettungshubschraubers. In ihrem Grußwort zeigte sich Bürgermeisterin Birgit Höcherl beeindruckt von den ehrenamtlichen Leistungen. Sie nannte die Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges als sinnvoll, um in Notfällen kurzfristig zu helfen. Die Jugendarbeit sorgte offensichtlich für die weiteren Aktivitäten. Auch Bürgermeister Gerald Reiter dankte für die geleisteten 2 000 ehrenamtlichen Stunden, wobei sich der Dienst Helfer vor Ort immer wieder als wichtig erweist. Hans Deyerl zeigte sich beeindruckt von der Zusammenarbeit in einer Zeit mit immer schwierigeren Aufgaben.

Josef Kreuzer blickte kurz auf die Gründung der Rotkreuzgemeinschaft am 20. März 1965 zurück mit dem damaligen stellvertretenden Kreisvorsitzenden im Altlandkreis, Rektor Stephan Klingl. Nach anfänglichen Bedenken habe sich die Gemeinschaft mit vielen Aktivitäten, besonders durch die Erste-Hilfe-Kurse behauptet und auf sich aufmerksam gemacht. Dazu gehörten auch die Glückshäfen bei Veranstaltungen und Sammlungen; 1972 wurde sogar eine Jugendrotkreuzgruppe gegründet. Inzwischen wurde bereits das dritte Einsatzfahrzeug neben dem HVO angeschafft.

EhrungenZum Ablauf der Versammlung gehörten auch Ehrungen. Corinna Eichstetter erhielt eine Urkunde für fünf Jahre, Simone Ostermeier für zehn Jahre, Daniela Prunhuber für 30 Jahre, Hans Linsmeier für 35- und Hubert Schmid für 40-jährige Treue. (gl)
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