Verein "Heimatgemeinde Plöß" hat Grund zu feiern
Kapelle erinnert an alte Heimat

Groß war der Andrang der Gläubigen, als am 28. September 1906 die Pfarrkirche "Maria Hilfe der Christen" eingeweiht wurde. An das Gotteshaus erinnert künftig ein Kapellengebäude, das an diesem Samstag am ehemaligen Standort eingeweiht wird. Bild: gl
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Schönsee
23.06.2016
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Seit fast 30 Jahren pflegt der Verein "Heimatgemeinde Plöß" die Erinnerung. Ein Friedhof und Kirchenmauern wurden restauriert, ein Gedenkplatz errichtet und ein Heimatbuch verfasst. Nun ist auf den Ruinen einer zerstörten Pfarrkirche eine neue Kapelle entstanden.

-Friedrichshäng. Dass die Geschichte der einstigen Nachbarortschaft Plöß jenseits der Grenze in Erinnerung bleibt, dafür sorgt der am 30. September 1989 gegründete Verein "Heimatgemeinde Plöß". Die ehemaligen Bewohner der erstmals im Jahre 1606 erwähnten und einst höchstgelegenen Siedlung (765 Meter) im Kreis Bischofteinitz (Horsovský Týn), habe ihre Herkunft nicht vergessen und der Geschichte des untergegangenen Ortes selbst einige Kapitel angefügt.

So wurde in den vergangenen Jahren der zerstörte Heimatfriedhof samt den Grundmauern der Friedhofskirche restauriert sowie in Sichtweite der Grenze in Friedrichshäng ein Gedenkplatz errichtet. Außerdem wurde die Ortsgeschichte in einem umfassenden Heimatbuch dokumentiert.

Ein weiterer Abschnitt der Ortsgeschichte wird an diesem Samstag, 25. Juni, die Einweihung einer Kapelle, die auf dem Standort der am 28. September 1906 eingeweihten und später zerstörten Pfarrkirche aufgebaut wurde. Die Wiederbelebung des früheren Kirchen- und Dorffestes um die zu einer Gastronomie umgestalteten Rössler-Villa wird weitere Erinnerungen wachrufen. Die Weihe des von Gastronom Marek Hrusa erstellten und von ehemaligen Plößern und deren Nachfahren eingerichteten Gebäudes erfolgt um 17 Uhr durch einen tschechischen und einen deutschen Geistlichen. Dafür entfällt die in den Vorjahren erfolgte kirchliche Feier in der Ruine der Friedhofskirche.

Das Gasthaus in der früheren Villa ist dann Schauplatz des traditionellen "Khannasfestes", zu dem die "Dietersdorfer Altmusikanten" aufspielen werden. Dazu kommt im Umfeld eine sehenswerte Oldtimerschau mit alten Arbeitsmaschinen.

Ab 1851 Pfarr-Sitz


Was die Kirchengeschichte von Plöß anbelangt, wurde der Ort vor 1654 von Heiligenkreuz und anschließend von Eisendorf (Zelezna) aus betreut. Ab 1787 war Plöß eine Lokalie von Eisendorf und ab 1851 schließlich eigene Pfarrei. Die 1668 auf der Anhöhe errichtete und Johannes dem Täufer geweihte Kirche wurde 1836 zur Pfarrkirche erhoben. Wegen großer Schäden wurde sie schließlich geschlossen und 1882 bei der Einweihung des Friedhofes als Friedhofskirche wieder eröffnet. 1798 wurde in der Ortsmitte zunächst eine Kapelle errichtet, 1870 erneuert und schließlich die neue "Maria Hilfe der Christen" geweihte Kirche erbaut und 1906 eingeweiht.
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