Verein „Heimatgemeinde Plöߓ zieht Jahresbilanz
Gottfried Leibl legt Vorsitz nieder

Am Vorstandstisch des Vereins Heimatgemeinde Plöß: (von rechts) Versammlungsleiter Michael Lutz, der zurückgetretene Gründungsvorstand Gottfried Leibl, Schriftführerin Andrea Drachsler, Beisitzer Martin Leibl und Kassenverwalterin Annette Malterer-Reichenberger. Bild: gl
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Schönsee
03.05.2016
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Die Anwesenheit von 38 der in viele Bundesländer verstreuten 184 Mitglieder verdeutlicht die Verbundenheit der einstigen Bewohner und ihrer Nachfahren im Verein "Heimatgemeinde Plöß", dem einstigen Heimatort jenseits der Grenze. Bei der Frühjahrsversammlung gab es zwei markante Entscheidungen.

Schönsee-Friedrichshäng. Die Zusammenkunft der Mitglieder des am 30. September 1989 gegründeten Vereins fand im Gasthof "Waldblick" statt. Herausragende Punkte waren dabei die Entscheidung von Gründungsvorstand Gottfried Leibl zum Rücktritt und der Termin für die Einweihung einer Gebetsstätte an der Stelle der früheren Pfarrkirche am 25. Juni dieses Jahres. Stellvertretender Vorsitzender Michael Lutz informierte über den Rücktritt von Gottfried Leibl aus gesundheitlichen Gründen, den er unter den stattlichen Zahl von Mitgliedern besonders begrüßte und auf dessen Verdienste hinwies.

Zu den verstorbenen Mitgliedern zählt neben Maria Krautwasser, Franz Roith und Anna Drachsler auch Alfred Drachsler, der seit der Vereinsgründung bis zum Vorjahr als Kassier und vielseitiger Organisator tätig war. Seine Verdienste, insbesondere um die Instandsetzung des Heimatfriedhofes, wurden vom Michel Lutz ausführlich vorgetragen.

Erfreulich war die Information, dass das in Privatinitiative von Marek Hrura, dem Gastronom im einzigen noch bestehenden Rösslerhaus auf dem Standort der früheren Pfarrkirche errichtete Gebäude mit etwa 3,40 x 2,70 Meter Grundfläche weitgehend fertiggestellt ist. Am 25. Juni wird es eingeweiht und künftig als Gebetsstätte genutzt. An diesem Tag findet wieder das traditionelle "Johannisfest" statt. Auch eine Madonna für den Innenraum wurde von Alfred Drachsler noch zu Lebzeiten gestiftet. Ebenfalls ist vorgesehen, auf einer Gedenktafel die Geschichte von Plöß anzubringen, die von Franz Spichtinger dem Mitgestalter des Heimatbuches, zur Genehmigung vorbereitet wurde. Der Autor zitierte daraus neben der ersten urkundliche Erwähnung von Plöß im Jahre 1606 die Entwicklung zum Pfarrdorf, das am Ende des Zweiten Weltkrieges über 120 Häuser und über 1 300 Einwohner zählte.

Bei den anschließenden Diskussionen wurde auch erwähnt, dass viele Bewohner schon in den zurückliegenden Jahrhunderten in viele Teile der Welt ausgewandert sind, wie auch Archivar Johann-Baptist Drachsler (Wunsiedel) in vielen Nachforschungen und Dokumentationen von Kontakten ermittelt hat. Im renommierten "Gasthof Flor" wurde aktiver Tourismus praktiziert.

Zur Tagesordnung gehörte auch der Kassenbericht von Annette Malterer-Reichenbergen über geordnete Finanzen. Als Ausgaben steht die Reparatur von zwei schadhaften Stellen in der Friedhofsmauer an. Es gab auch einen Aufruf, dass sich Helfer für die Pflege des Gedenkplatzes in Friedrichshäng und im Friedhof melden möchten. Schließlich wurde noch der Termin für die Herbstversammlung mit dem Samstag, 8. Oktober, festgelegt. Auch dass am 21. Mai eine aus Rybnik (Waier) kommende Oldtimerfahrtdurch Plöß führen wird, wurde erwähnt.
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