Viele Helfer und ein leerer Stuhl

Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer, selbst mit sudetendeutschen Wurzeln, zählte zu den prominentesten Zuschauern am Eulenberg.
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Schönsee
06.10.2016
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"Pascher - die Nacht der langen Schatten": Drei Spielzeiten hatte ursprünglich die frühere "Arbeitsgemeinschaft Pascherspiel" als ehrgeiziges Ziel ausgegeben. Mitwirkende und Helfer feierten nun aber bereits den zehnten Saisonabschluss. Ein leerer Stuhl stand dabei nicht für ausbleibende Zuschauer.

"Nun danket alle Gott": Kräftig gesungen wurde kürzlich am Eulenberg, begannen doch die Akteure vor und hinter den Kulissen bei den Freilichtspielen mit einer Dankandacht ihre Saisonabschlussfeier an dieser Stätte. Gemeindereferentin Antonia Preßl stellte in ihren Worten einen leeren Stuhl als Symbol für den Abschied in die Mitte.

Trennungsschmerz


Das Pascherspiel verdeutliche sehr gut, wie eine Trennung von der Heimat schmerzen kann. Nicht immer sei ein Abschied einfach zu bewältigen. Ein leerer Stuhl erinnere auch an Menschen, die plötzlich nicht mehr da seien. "Als Christen dürfen wir aber auf Liebe und Auferstehung hoffen." Paschervereinsvorsitzende Birgit Höcherl blickte auf eine erfolgreiche Saison auf dem Eulenberg zurück. Die zehnte Spielzeit von "Pascher - die Nacht der langen Schatten" sei eine stolze Bilanz und bedeute somit auch ein kleines Jubiläum. Ursprünglich war die Überlegung, dieses Freilichtspiel drei Jahre aufführen zu können. Sie dankte allen, die beim Pascherspiel oder beim Stück "Irrlichter" aktiv als Darsteller und Musikanten auf der Bühne oder Helfer im und ums Bergweberhaus dabei waren.

Arbeiten am Gelände, der Bühnenaufbau, Jobs in der Küche, in den Verpflegungsständen, der Schneiderei, bei der Maske oder bei Technik und Ordnungsdienst verlangten immer vollen Einsatz. Höcherl dankte auch dem Tourismusbüro, dem städtischen Bauhof, der Feuerwehr Dietersdorf und der Rotkreuzgemeinschaft Schönsee. Sie freute sich über die große Unterstützung aus den Reihen der Bevölkerung. Der Eulenberg habe weit über das Schönseer Land hinaus einen Bekanntheitsgrad erreicht.

Szene zum Geburtstag


Die Vorsitzende erwähnte weiter als Besonderheiten in diesem Jahr die Aufführung eines Bühnenstücks aus der Reihe "Königlich Bayerisches Amtsgericht" mit einem großartigen Besucher-Echo. Die Szene "Markterhebung durch Kaiser Karl IV." anlässlich des 700. Geburtstags des Monarchen sei erfolgreich von Paschermitgliedern dargestellt worden. Positiven Anklang fand die Pferde-Wallfahrt nach Stadlern mit Hauptorganisator Georg Schmid. Die Teilnahme am Trachten- und Schützenzug beim Oktoberfest in München war für die Pascher ein besonderes Erlebnis.

Im Kalender der Mitglieder stehen als nächste Termine der Vereinsausflug nach Würzburg am 22./23. Oktober sowie am Wochenende 3./4. Dezember "Advent im Wald". Bei einer Brotzeit in gemütlicher Runde im Bergweberhaus ließen die Anwesenden die verschiedensten Termine noch einmal Revue passieren. Dabei wurden auch Pläne für die nächste Saison geschmiedet.
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