Von gutem Ruf profitiert
Förderverein für Kirchenmusik freut sich mit Kirchenchor St. Wenzeslaus über Werktschätzung professioneller Musiker

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Schönsee
16.01.2016
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Als "einzigartig" loben Kenner die Konzerte des Kirchenchors St. Wenzeslaus. Das erfüllt auch den Förderverein mit Stolz. Jetzt stehen auch Profi-Musiker auf der Matte.

So viel Qualität ist einzigartig: Das bringt dem Kirchenchor in einem weiten Umkreis die Bewunderung der Zuhörer ein. Dieses Feedback gab bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins für Kirchenmusik im Gasthof Reichenberger Vorsitzender Hubert Reimer an die Mitglieder weiter. Der Förderverein besteht seit acht Jahren, und der Vorsitzende ist auch Leiter der Chores.

Reimer berichtete von einer problemlosen Überprüfung der Steuererklärung durch das Finanzamt und einem weiteren Freistellungsbescheid bis 31. Dezember 2019. Von den aktuell 84 Mitgliedern wurden Beiträge für 2016 eingehoben, die Spendenbescheinigungen für 2015 werden zugestellt.

Neues System in Sicht


Mit der Nachwuchsförderung junger Organisten schaue es, so Reimer, wegen der Verpflichtung, den einjährigen D-Kurs an der Kirchenmusikschule Regensburg zu belegen, allgemein weniger gut aus. Eine Verbesserung sei aber in Sicht, wenn sich ein neues System etabliert. Dann ist eine dezentrale Schulung durch einen Regionalkantor vor Ort möglich.

Die Veranstaltungen des Fördervereins werden auf der Homepage und im Veranstaltungskalender für das Schönseer Land veröffentlicht. Als Ansprechpartnerin dafür fungiert künftig Magdalena Knott unter Telefon 09674/921219. Seit 2011 verfügt der Förderverein unter www.kirchenkonzerte-schoensee.de über eine eigene Homepage, die mittlerweile 4300 Besucher (1000 mehr als im Vorjahr) aufweist. Sie werde von Schriftführern Ursula Göllner hervorragend gepflegt, stellte Reimer fest und dankte ihr dafür.

Anfragen von Profis


Was die weiteren Konzerte anbelangt, so hat der Vorsitzende inzwischen Anfragen von professionellen Organisten und Chören, die gerne in Schönsee ein Konzert geben wollen. Sie seien auf die hervorragende Orgel und die professionelle Organisation und Betreuung der Interpreten zurückzuführen. So habe Wanja Hlibka vom "Don Kosaken Chor" aus diesem Grund 500 Euro von der vereinbarten Gage nachgelassen.

Im Rückblick erwähnte Reimer das Chor- und Orgelkonzert am Faschingsdienstag mit Diplommusiker Martin Ebenhöch an der Orgel, dem heimischen Kirchenchor sowie dem Chor von Sankt Stephanus aus Wackersdorf. Es folgten ein Auftritt mit dem Domchor Eichstätt und Maximilian Pöllner an der Orgel am 11. Oktober und schließlich das Konzert mit dem "Original Don Kosakenchor Sergej Jaroff" mit über 500 Besuchern. Für heuer sind drei Konzerte geplant: Zu Gast sind am 17. April, der Organist der Bamberger Symphoniker, Christian Schmitt, und der Kirchenchor Sankt Vitus Tiefenbach. Am 16. Oktober gastiert das Posaunenquartett Opus 4 des Leipziger Gewandhausorchesters in Schönsee, zusammen mit dem Schwarzenfelder Kirchenchor. Am 18. Dezember steht das "Bläserensemble Paul Schemm" mit Solisten aus Franken an der Seite des Kirchenchores St. Wenzeslaus. Für 2017 sind Konzerte mit Domorganist Ludwig Ruckdeschl aus Passau und dem Kreuzberg-Münsterchor Schwandorf, dem Chor "Mixtura cantorum" und dem Vokalensemble "The Kings Singers" in Planung.

Der Förderverein hat auch Honorare für Instrumentalisten übernommen sowie Fahrtkosten des Chors nach Pilsen, merkte Reimer an. Er dankte dem Vorstandsteam, der Kirche, aber auch Stadt und Bauhof und nicht zuletzt den Sängern. "Mit ihnen kann die bemerkenswerte Kulturarbeit des Fördervereins fortgesetzt werden", zeigte er sich überzeugt.

Bürgermeisterin Birgit Höcherl machte deutlich, dass die Unterstützung durch den Bauhof selbstverständlich ist. Schatzmeisterin Emmi Spichtinger kündigte an, dass sie bei der nächsten Wahl nicht mehr zur Verfügung steht. In seinem Schlusswort brachte dann der Vorsitzende die gesamte Bilanz auf den Punkt: "Kultur rechnet sich nicht, zahlt sich aber aus."
Kultur rechnet sich nicht, zahlt sich aber aus.Fördervereinsvorsitzender Hubert Reimer
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