Vortragsabend beim Imkerverein Dietersdorf-Schönseer Land
Bei Bienen ist Hochbetrieb

Fachwart Herbert Vogl sowie Imkervereinsvorsitzender Richard Forster und sein Stellvertreter Josef Großer (von rechts) demonstrieren im Lehrbienenheim an Rähmchen den Naturwabenbau der Bienen. Bild: gl
Vermischtes
Schönsee
10.05.2016
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Bei den Imkern und auch bei den von ihnen betreuten Honigbienen herrscht derzeit Hochbetrieb. Dies wurde auch beim Vortragsabend beim Imkerverein Dietersdorf-Schönseer Land im Lehrbienenheim deutlich. Schon auf dem Weg dorthin können sich die Wanderer an Schautafeln über die Nutzinsekten informieren.

-Dietersdorf. Aktueller Anlass für den regen Betrieb in und um das Lehrbienenheim war zunächst die für jeden Freitag angesetzte Durchsicht der dort befindlichen Bienenvölker mit Unterweisung der Jungimker. Deren sieben werden seit dem Vorjahr betreut und heuer kamen zwei weitere dazu. Auch für die aktiven Imker unter den derzeit 43 Mitgliedern und Interessenten sind diese Unterweisungen gedacht.

Naturwabenbau


Dazu kam ein Vortrag von Fachwart Herbert Vogl, ansonsten Vorsitzender des Imkervereins Schwarzhofen, gleich zu drei Themen. Zunächst über den Naturwabenbau, bei denen Bienen ihre Bautätigkeit für Honig- und Brutzellen ohne die ansonsten üblichen Mittelwände in Holzrahmen errichten. Diese naturnahe Art ermöglicht es den Bienen, mehr Räume für ihre Brut- und Honigzellen zu bauen. Andererseits ist es nicht immer möglich, die Rähmchen einzeln für die Durchsicht und beim Honigschleudern zu entnehmen. Bei der Imkerei in einer Bienenkiste, dem nächsten Thema, handelt es sich um eine nach etwa 150 Jahren wiederentdeckte einfache Nutzungsart. Durch die niedrige Bauart in Eigenfertigung bringt es Vorteile für die Bienenzucht und weniger für die Honiggewinnung. Sie ist ein Konzept, um mit wenig Aufwand aus Freude an der Natur selbst Bienen halten zu können, ist für die meisten Imker aber nicht vorstellbar.

Hinsichtlich der Beuten, den Behausungen für die Bienenvölker, erläuterte der Bienenfachmann noch die einzelnen Systeme und die Nutzung als Brutraum oder als aufgesetzter Honigraum mit unterschiedlichen Abmessungen zur Aufnahme der Rähmchen. Sie werden überwiegend aus Holz gefertigt, wobei auch der Standort hinsichtlich des Klimas eine Bedeutung hat. Der Referent ging in einer lebhaften Diskussion auch auf die Fragen der Zuhörer ein.

Nahezu unersetzlich


Wie vom Vorsitzenden Richard Forster und seinem Stellvertreter Josef Großer, den Besitzern der meisten beim Lehrbienenheim aufgestellten Völker, zu erfahren war, sind die Bienen - gut mit Brut versorgt - derzeit eifrig dabei, die vielen Blüten in der erwachenden Natur zu besuchen und dabei neben dem Pollen den Nektar einzusammeln. Die dabei erfolgte wichtige Befruchtung macht sie für die Natur nahezu unersetzlich. Was die Aktivitäten des Vereins anbelangt, stehen weitere Fachvorträge im Lehrbienenheim auf dem Programm. So geht es am Freitag, 3. Juni, mit Michael Völkl um die Jungvolkbildung sowie die Ableger- und Kunstschwarmbildung. Bei weiteren Vortragsabenden wird das Abschleudern und der Umgang mit dem Bienenwachs behandelt. Dazu kommt auch ein Grillfest und eine Jahresabschlussfeier.
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