Zwei Chöre und vier Posaunen

Die Posaunisten des Leipziger Gewandhausorchesters stellen sich unter dem Namen "Opus 4" dem Publikum vor.
Vermischtes
Schönsee
04.10.2016
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40 Sänger zählt der Kirchenchor St. Wenzeslaus unter Leitung von Hubert Reimer (vorne, Mitte) derzeit. Für das Chorkonzert am 16. Oktober hat sich das Ensemble ehrgeizige Ziele gesteckt. Bilder: hfz (2)

Kirchenmusik ist in Schönsee fest verankert. Der Chor St. Wenzeslaus baut auf eine 100-jährige Tradition - und scheut bei Konzerten keinen Vergleich mit anderen Chören. Jetzt rücken sogar Musiker aus dem renommieren Leipziger Gewandhausorchester an.

Die Gäste aus Leipzig sind beim 27. Chor- und Orgelkonzert des Fördervereins für Kirchenmusik am Sonntag, 16. Oktober, um 16 Uhr in der Stadtpfarrkirche Schönsee mit von der Partie. "Opus 4" nennt sich das Posaunenquartett, das 1994 in Leipzig gegründet wurde.

Weicher Klang


Jörg Richter, Dirk Lehmann sowie Stephan Meiner und Wolfram Kuhnt gehören zu der Besetzung, die beim Konzert den Auftakt übernehmen wird. Die Posaunisten verstehen sich auf Bläsermusik aus fünf Jahrhunderten und können auch mit Kompositionen aufwarten, die eigens für sie geschrieben wurden. Von "Opus 4" sind mehrere CDs erschienen, eine Spezialität des Quartetts ist der besonders homogene, weiche Klang, der über Kruspe-Posaunen erreicht wird und sich von den "amerikanisierten" Blechbläser-Gruppen anderer Orchester deutlich absetzt.

Aber auch ein Chor macht den Schönseer Sängern bei dem Konzert am 16. Oktober Konkurrenz: Der Dekanatschor Nabburg, der im vorigen Jahr sein 10-Jähriges feierte, steuert seinen Anteil an Geistlicher Musik bei. Die Leitung hat Michael Koch.

Der Chor der Stadtpfarrei St. Wenzeslaus tritt unter Leitung von Hubert Reimer an. Die Schönseer Formation besteht aus 40 Sängern und widmet sich vornehmlich der a-cappella Musik. Schwerpunkte der Chorarbeit sind in erster Linie die Gestaltung der liturgischen Dienste an allen Fest- und Feiertagen während des ganzen Kirchenjahres.

Neue Perspektiven


Mit der Fertigstellung und Installierung der neuen Sandtner-Orgel im Jahre 2007 haben sich für den Chor neue Perspektiven eröffnet. Diplommusiker Martin Ebenhöch wird die "Königin der Instrumente" beim Konzert am 16. Oktober zum Klingen bringen. Der Eintritt ist frei.

ProgrammDen Auftakt beim 27. Chor- und Orgelkonzert übernimmt das Posaunenquartett "Opus 4" mit folgenden Werken: "Gloria 1641 für 4 Posaunen" von Claudio Monteverdi, "Suite für 4 Posaunen" von Claude Gervaise, "Salmi delle compiete" von Don Carlo Gesualdo, "Tu pauperum refugium" von Josquin des Prez und "Ecce quomodo moritur" von Tomas Luis de Victoria. Vom Dekanatschor Nabburg ist zu hören: "Gott hat mir längst einen Engel gesandt" von Thomas Gabriel, "Laudate Dominum" von Christopher Tambling, "Ave Maria" von Anton Bruckner und "Here I Am Lord" von Dan Schutte. Dann sind erneut die Posaunen an der Reihe mit "Meine Seele erhebt den Herren" von Heinrich Schütz und "Toccata und Fuge in d- moll für 4 Posaunen" von Johann Sebastian Bach. Der Kirchenchor St. Wenzeslaus präsentiert "Alta Trinita beata" (Unbekannter Meister), "Tantum ergo in C" von Franz Schubert, "Agnus Dei aus der Missa in C" (Krönungsmesse KV 317) von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791). Solistin ist Marianne Hanamann. Das Posaunenquartett wagt den Sprung in ein neueres Zeiten mit "Alexander's Ragtime Band" von Irving Berlin. "Minstrel Show" von Philip Greeley Clapp und "A Portrait" für 4 Posaunen von George Gershwin, bevor beide Chöre gemeinsam das Abendlied von Josef Rheinberger intonieren. Konzertbeginn ist um 16 Uhr, der Eintritt ist frei. (bl)
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