Keine Post in Schwandorf und Bayreuth

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Schwandorf
10.06.2015
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Bei der Deutschen Post steht in den kommenden Tagen eine massive Ausweitung unbefristeter Streiks an. Nachdem am Dienstag vor allem in den Briefverteilzentren rund 8000 Beschäftigte dem Aufruf von Verdi zu Arbeitsniederlegungen gefolgt waren, sollen jetzt auch Briefträger und Paketboten schrittweise in den Ausstand einbezogen werden, kündigte die Gewerkschaft am Dienstag an.

In der Region legen ab heute die Zusteller in Schwandorf und Bayreuth die Arbeit nieder. Nach Angaben von Matthias Than, stellvertretender Vorsitzender der Verdi-Betriebsgruppe Bayreuth, beteiligen sich insgesamt rund 80 Beschäftigte aus der Region. Bereits seit Montagabend werden die Briefzentren Amberg und Bayreuth bestreikt.

In der vergangenen Woche war der Tarifstreit zwischen dem Postmanagement und Verdi weiter eskaliert. Ein Angebot von Verdi, das unter anderem die Rückführung der ausgegliederten regionalen Paketgesellschaften in den Haustarifvertrag und den Verzicht auf lineare Gehaltserhöhung vorsah, hatte die Post zurückgewiesen. Bislang hielten sich die Folgen des Streiks in Grenzen. Nach Einschätzung der Post werden durch die Arbeitsniederlegungen rund sieben Millionen Briefe oder elf Prozent aller Sendungen ihren Empfänger erst einen Tag später erreichen.
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