Aktionsgruppe "Regionalentwicklung" will heuer drei Maßnahmen verwirklichen
LAG will die Region attraktiver machen

Radwege, auch an Flüssen, sollen die Region touristisch noch attraktiver machen. Archiv-Bild: Götz
Freizeit
Schwandorf
02.02.2016
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LAG-Geschäftsführer Christian Meyer, Landrat Thomas Ebeling und LAG-Managerin Stephanie Wischert (von links) koordinieren die im Entscheidungsgremium der Lokalen Aktionsgruppe vorgestellten Projekte. Bild: hfz

Das Entscheidungsgremium der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) "Regionalentwicklung im Landkreis Schwandorf" traf sich, um zum ersten Mal gemeinsam förderfähige Projekte abzustimmen. Zur Vorgehensweise gehört es bei dem von der EU unterstützten "Leader-Programm", dass Ideen und Vorschläge für Projekte zuerst beim LAG-Management besprochen und koordiniert und dann auf ihre Förderfähigkeit hin überprüft werden.

Wichtig ist die Erfüllung vieler Kriterien wie innovativer Ansatz, Beitrag zum Klimawandel, Umweltschutz, Demografie, Einbindung der Bürger und Vernetzungsgrad. Das Projekt sollte zudem nicht nur lokal begrenzt sein, sondern Strahlkraft für die ganze Region haben. Schließlich werden die Projekte dem Entscheidungsgremium von den Ideengebern selbst vorgestellt und das Gremium unter Vorsitz von Landrat Thomas Ebeling diskutiert, bewertet und stimmt über die Befürwortung eines jeden Projekts ab.

Eine Besonderheit ist, dass die Ideen möglichst aus den Reihen der Bevölkerung kommen. Deswegen muss das Gremium auch zu mindestens 50 Prozent aus Personen bestehen, die nicht aus Behörden oder Rathäusern kommen. Bei den drei Vorhaben für 2016 handelt es sich um Projekte, die die Attraktivität der Region weiter erhöhen sollen. Die Fördersätze für die befürworteten Maßnahmen belaufen sich auf 40 oder 60 Prozent. Die Mitgliedschaft im Verein steht auch weiterhin jederzeit allen Interessierten offen, die gemeinsam ein Zeichen für eine zukunftsfähige, lebenswerte Heimat setzen wollen. Heuer handelt es sich um folgende Einzelprojekte:

Fünf-Flüsse-Radweg

Der gesamte Radweg, der entlang der Ufer von Vils, Naab, Donau, Altmühl und Regen führt, soll unter anderem durch eine einheitliche Beschilderung, Öffentlichkeitsarbeit und eine thematische Aufbereitung bestimmter Abschnitte aufgewertet werden. Die Kosten für das Kooperationsprojekt von sieben Lokalen Aktionsgruppen sowie den Städten Nürnberg und Regensburg belaufen sich auf circa 185 000 Euro. Der Landkreis Schwandorf beteiligt sich jedoch auf Grund der geringen Strecke nicht finanziell, sondern unterstützt und befürwortet das Projekt ideell.

Einheitliche Beschilderung

Zusammen mit den touristischen Einrichtungen und unter Einbeziehung der Kommunen soll eine Überarbeitung der gesamten bestehenden Radwege im Landkreis Schwandorf im Hinblick auf Qualität und Herausbildung einer Netzstruktur durchgeführt werden. Zudem soll die gesamte Beschilderung einheitlich umgesetzt und eine neue Landkreis-Radkarte entworfen werden. Die Kosten hierfür liegen bei 181 000 Euro, davon gibt es 60 Prozent aus Leader-Mitteln.

Seenland-Zillen

Der Zweckverband Oberpfälzer Seenland möchte zwei Boote anschaffen, damit diese zum Beispiel bei verschiedenen Vereinsfesten und dergleichen eingesetzt werden können und damit die Attraktivität der Veranstaltung erhöhen. Zudem können die Zillen zur Umweltbildung und einen schwer vermittelbaren Beitrag zur Vernetzung von Tourismus und Teichwirtschaft leisten. Die Kosten sind mit etwa 12 000 Euro veranschlagt, dazu gibt es 40 Prozent Förderung, weil es sich nachweislich um ein wirtschaftliches Projekt handelt.
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