Bund Naturschutz will Mitmachmöglichkeiten schaffen

Bundes- und Landesvorsitzender Hubert Weiger (stehend) sprach beim Oberpfalztreffen der Kreisgruppen im Bund Naturschutz. Bild: rid
Freizeit
Schwandorf
03.02.2016
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Der Bund für Umwelt und Naturschutz will seinen Beitrag zur Integration der Asylbewerber leisten. Beim Treffen der Oberpfälzer Kreisgruppen beschlossen die Mitglieder, "Mitmachmöglichkeiten für Flüchtlinge im Bereich der Umweltbildung und der Biotoppflege" zu entwickeln. Der Kreisverband Schwandorf will dazu bestehende Strukturen nutzen.

"Auswirkungen der Migration auf die Natur- und Umweltschutzarbeit" lautet der Titel eines verabschiedeten Positionspapiers. Darin fordert der BN-Naturschutz-Landesvorstand, zur Unterbringung der Flüchtlinge die Infrastruktur leerstehender Wohnungen zu nutzen und keine weiteren natürlichen Lebensräume zu besiedeln.

Der Verband kämpft gegen die Ursachen der Völkerwanderung an: Raubbauwirtschaft der Industrieländer, Lebensraumzerstörung, unfaire Welthandelsstrukturen und die Wachstumsstrategie der Europäischen Union. Bund-Vorsitzender Hubert Weiger sieht die bäuerliche Landwirtschaft in Gefahr. "Sie kann nicht mit dem Weltmarkt konkurrieren", betonte der oberste deutsche Naturschützer am Montag bei dem Treffen in der "Hufschmiede". Dafür stehe der Familienbetrieb für Vielfalt, artgerechte Tierhaltung und hohe Qualität.

Der diplomierte Forstwirt ist ein Verfechter der bäuerlichen Strukturen und sieht im ökologischen Landbau noch erhebliche Potenziale. Deshalb werde der Bund bei den diesjährigen Wiesenmeisterschaften den Schwerpunkt auf die "Ackerwildkräuter" legen, so Hubert Weiger. Dem Artenschutz und dem Erhalt seltener Lebensräume misst er eine zentrale Bedeutung bei.

Der Bund steht auf der Seite der bäuerlichen Landwirtschaft.BN-Vorsitzender Hubert Weiger

Die milde Witterung kommentiert das Gründungsmitglied des "Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V." (BUND) mit den Worten: "Der Winter zeigt uns, wie pervers das Wetter geworden ist". Ein verantwortungsvoller Umgang mit fossiler Energie schone Ressourcen und Umwelt. Die derzeit niedrigen Ölpreise würden die Knappheit der fossilen Quellen nicht widerspiegeln.

Hubert Weiger macht sich für eine dezentrale Energieversorgung stark und lehnt die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung ab. Seine Befürchtung: "Die HGÜ fördert den Erhalt der Braunkohlekraftwerke und die Einspeisung von Atomstrom aus Tschechien". Der Bund-Vorsitzende spricht sich für Solarenergie mit Vorrang auf den Dächern aus, für Biogas in einer Kreislaufwirtschaft und für die Windkraft aus. Oberstes Ziel müsse es sein, mit den Ressourcen sparsam umzugehen und regenerative Quellen zu nutzen.
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